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Leitmesse Research & Technology

Schaufenster ermöglicht einen Blick in die Zukunft

| Autor/ Redakteur: Stéphane Itasse / Stefanie Michel

Die Forschungshalle 2 der Hannover Messe zeigt den Besuchern schon heute, was morgen der Alltag in der Industrie sein kann. Neben den Ausstellerpräsentationen finden sich noch weitere Veranstaltungen.

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Wie die Welt von morgen aussehen kann, sehen die Besucher der Hannover Messe 2019 schon jetzt auf der Leitmesse Research & Technology.
Wie die Welt von morgen aussehen kann, sehen die Besucher der Hannover Messe 2019 schon jetzt auf der Leitmesse Research & Technology.
(Bild: Hannover Messe)

Für die Research & Technology erwarten die Veranstalter der Hannover Messe 2019 nach eigenen Angaben über 372 Aussteller mit mehr als 1500 Produkten. Im Rahmen der Leitmesse sollen über 330 Events stattfinden. Zu den wichtigsten zählen die Night of Innovations am 1. April von 17.15 bis 22 Uhr, das Forum Tech Transfer an allen fünf Messetagen sowie der 8. Tag der Ideen- und Innovationsmanager/Innen am 5. April von 9 bis 15.30 Uhr.

Aussteller versprechen interessante Exponate

Die angekündigten Exponate auf der Research & Technology lassen interessante Darbietungen erwarten. So hat das Fraunhofer-IWU einen großräumigen 3D-Drucker entwickelt, der achtmal schneller druckt als bisherige Systeme. Screw Extrusion Additive Manufacturing, kurz Seam, haben die IWU-Forscher ihr Verfahren genannt. Für die Fertigung eines 30 cm hohen Bauteils aus Kunststoff benötigt die Highspeed-Technik lediglich 18 min. Das Forscherteam hat es für die Additive Fertigung großvolumiger, belastbarer Kunststoffbauteile entwickelt. Werkzeughersteller, aber auch die Automobil- und Luftfahrtbranche sollen von der Maschine profitieren, die eine um den Faktor acht gesteigerte Prozessgeschwindigkeit erreicht.

Ein digitales System zur automatischen und simultanen Übersetzung, das sich auch mobil einsetzen lässt, ist beim Karlsruhe Institute of Technology (KIT) zu sehen. Das am KIT-Institut für Anthropomatik und Robotik (IAR) angesiedelte Interactive Systems Lab (ISL) hat mit dem Lecture Translator ein solches Übersetzungssystem. Es nutzt Verfahren zur Übersetzung gesprochener Sprache. Diese Verfahren verbinden die automatische Spracherkennung mit einer maschinellen Übersetzung sowie verschiedenen Hilfsfunktionen, die den Text strukturieren und Probleme wie Interpunktion und Komposita behandeln, den Text aufzeichnen und die Übersetzung auf einem Bildschirm anzeigen, wie das KIT mitteilt.

Assistenzsystem schreitet bei Fehlern ein

Aus Stuttgart kommt das Fraunhofer-IPA unter anderem mit einem teilautomatisierten Montageassistenzsystem nach Hannover. Dieses teileautomatisierte Assistenzsystem erkennt dank Algorithmen und 3D-Sensoren, welcher Arbeitsschritt gerade vollzogen wird, und schreitet bei Fehlern ein. Greift der Arbeiter das falsche Bauteil, leuchtet rotes Licht. „Dabei behält der Mensch die Kontrolle“, sagt Christian Jauch von der Abteilung Bild- und Signalverarbeitung am Fraunhofer-IPA. „Möchte er den Arbeitsablauf variieren, hindert ihn das Assistenzsystem nicht daran.“

Außerdem stellt das Forschungsinstitut sein Serviceroboternetzwerk Seronet vor. Hierfür entsteht eine Online-Vermittlungsplattform, über die Komponentenhersteller und Systemintegratoren Lösungen für Probleme der Endanwender entwickeln und bereitstellen können. Indem alle Akteure über die Plattform kooperieren und die Hard- und Software im Sinne von Industrie 4.0 einheitliche Schnittstellen bietet, sollen ohne viele Iterationen anwendungsspezifische Robotersysteme realisiert werden.

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Über den Autor

 Stéphane Itasse

Stéphane Itasse

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