Motorspindel

Schweizer Spindeln bewegen die Welt

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Wie fördern Sie Ihre Mitarbeitenden, damit diese die Entwicklung wie eben beschrieben aktiv mitgestalten?

Moser: Hierbei erweisen sich einmal mehr die besonderen Schweizer Verhältnisse als vorteilhaft. In der Schweiz haben wir eines der besten Ausbildungssysteme der Welt. Optimale Bildungsmöglichkeiten und gleiche Chancen für jeden, der etwas leisten will, gehören dazu. Intern können wir das weiter voranbringen, indem wir unseren Beschäftigten zahlreiche Möglichkeiten zur Weiterbildung bieten. So können bei uns Mitarbeitende neben der Arbeit ein Zusatzstudium absolvieren und sich höher qualifizieren. Da wir weltweit agieren, gewähren wir interessierten Mitarbeitern auch Aufenthalte an unterschiedlichen Standorten. Das ist immer wieder erfrischend zu sehen, wie selbst noch sehr junge Mitarbeiter von einigen Wochen Aufenthalt im Umfeld anderer Kulturen profitieren. Sie bringen andere Sichtweisen mit und können die Entwicklung an den Standorten damit beflügeln.

Wie bewältigen Sie den erkennbaren Mangel an Nachwuchskräften, speziell bei Fachkräften auf Werkstattebene oder im Service?

Moser: Wir präsentieren uns als attraktiver Arbeitgeber. Wir wollen eine Talentschmiede sein. Das können wir mit gutem Gewissen sagen, da wir sehr innovativ und international aufgestellt sind. Wir brauchen keinen Vergleich mit anderen Unternehmen zu scheuen. Mehr als zehn Prozent der Beschäftigten bilden wir als Lernende in einer Vielzahl an Berufsbildern aus. Zusätzlich bieten wir Ausbildungsplätze im dualen Studium in enger Zusammenarbeit mit Hochschulen. Insbesondere für die Generation Z, die bereits mit der Digitalisierung aufgewachsen ist, bieten wir interessante Projekte, in die die jungen Mitarbeitenden ihre besonderen Fähigkeiten einbringen können.

Wie begegnen Sie der Unsicherheit auf dem derzeit sehr volatilen Markt?

Moser: Wir erhöhen fortlaufend durch eine Vielzahl an Maßnahmen unsere Flexibilität. Für unsere Produkte bilden wir Plattformen und entwickeln daraus modulare Baureihen. Zudem haben wir ein Lager für häufig benötigte Bauteile und Komponenten aufgebaut. So können wir rasch auf wechselnde Nachfrage reagieren. Aber auch unsere Mitarbeitenden tragen dazu bei, dass wir flexibler arbeiten. Das betrifft zum einen angepasste Arbeitszeitmodelle. Zum anderen fördert die internationale Zusammenarbeit unsere Flexibilität. Durch unsere Standorte in aller Welt erfahren wir sehr schnell von jeweiligen Trends und spezieller Nachfrage. Unsere Mitarbeitenden können das weltweit koordinieren und geben ihren spezifischen Input innert kürzester Zeit an die Entwicklungsstandorte. Dabei investieren wir inzwischen in einheitliche Plattformen für beispielsweise die ERP- und die CAD/CAM-Systeme. Dank unserer Internationalisierung wollen wir einzelne Projekte jeweils am bestmöglichen Standort vorantreiben. Dabei ist unsere Maxime: Think global and act local.

Herr Dr. Moser, vielen Dank für diese sehr ausführlichen Informationen.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf unserem Partnerportal www.maschinenmarkt.ch

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