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Elektroindustrie

Siemens mit neuer Struktur und neuer Frauenpower

| Redakteur: Jürgen Schreier

Lisa Davis wird im Vorstand der Siemens AG für die Divisionen Power and Gas, Wind Power and Renewables und Power Generation Services sowie für die Regionen Nord- und Südamerika zuständig sein.
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Lisa Davis wird im Vorstand der Siemens AG für die Divisionen Power and Gas, Wind Power and Renewables und Power Generation Services sowie für die Regionen Nord- und Südamerika zuständig sein. (Bild: Siemens)

Reorganisieren gehört offenbar zu den Lieblingsbeschäftigungen von Konzernbossen. Das gilt auch für Joe Kaeser. Heute (7. Mai 2014) hat der Siemens-Kapitän die Katze aus dem Sack gelassen und über die Neuaufstellung des Elektroriesen informiert. Auch in den Vorstand selbst kommt Bewegung. Ab 1. August neu auf der Brücke: Lisa Davis.

Die Siemens AG wird sich künftig entlang der Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung aufstellen. In diesen Wertschöpfungsketten hat Siemens mehrere Wachstumsfelder identifiziert, in denen der Konzern für sich langfristig die größten Potenziale sieht.

Harzburg adieu: Siemens-Organisation soll flacher werden

Auf diese Wachstumsfelder richtet das Unternehmen seine Ressourcenallokation aus und hat dazu konkrete Maßnahmen angekündigt. Dazu gehören der Kauf des überwiegenden Teils der Energiesparte von Rolls-Royce und die Einbringung von Metals Technologies in ein Gemeinschaftsunternehmen. Zudem wird ein Börsengang des Audiologiegeschäfts vorbereitet. Siemens wird zudem die Organisation flacher und kundenorientierter aufstellen. Das ist Siemens – Vision 2020.

„Unsere Vision 2020 adressiert die langfristigen Perspektiven unseres Hauses entlang der Wertschöpfungskette der modernen Elektrifizierung und der Automatisierung. Mit der Ausweitung der aktienorientierten Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmenserfolg schaffen wir eine nachhaltige Eigentümerkultur bei Siemens“, sagte Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG.

Die künftige Fokussierung auf Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung sei das Ergebnis der tiefgehenden und umfassenden Analyse seit August 2013. Siemens habe dabei die Felder identifiziert, auf denen das Unternehmen in der Zukunft mit seinen Produkten und seinem einzigartigen technischen Know-how langfristig Wachstum und eine hohe Profitabilität erzielen könne, heißt es.

Offshore-Windanlagen und Gaskraftwerke als Energiespender

In der Elektrifizierung und Automatisierung gehören nach Aussagen Kasers zu den Wachstumsfeldern zum Beispiel die Märkte für kleine Gasturbinen sowie Offshore-Windanlagen, die von der steigenden Nachfrage nach sicherer und nachhaltiger Stromversorgung profitieren. In der Prozessindustrie bieten sich für Siemens etwa mit seinen Automatisierungs- und Antriebslösungen attraktive Möglichkeiten, diesen Markt noch stärker auszuschöpfen. Attraktive Wachstumspotenziale für Siemens eröffnet auch der Markt für die Förderung von unkonventionellem Öl und Gas.

Siemens will zudem das Potenzial der zunehmenden Digitalisierung nicht nur in der Fertigung voll ausschöpfen. Die Digitale Fabrik eröffnet dank Software und Simulationen die Möglichkeit zu deutlich schnelleren und effizienteren Produktentwicklungen. Datengetriebenen Services, Software und IT-Lösungen kommt eine entscheidende Bedeutung zu, da sie einen erheblichen Einfluss auf alle künftigen Wachstumsfelder von Siemens haben.

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