Elektroindustrie

Siemens mit neuer Struktur und neuer Frauenpower

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Um in diesen Wachstumsfeldern das Marktpotenzial voll auszuschöpfen, ändert Siemens seine Organisationsstruktur. Zur Verschlankung der Struktur soll zum ersten Oktober 2014 die Ebene der Sektoren abgeschafft und das Geschäft in neun statt bisher 16 Divisionen gebündelt werden. Das Healthcare-Geschäft wird zudem künftig eigenständig geführt.

Siemens-Personaler müssen mit strafferer Führung rechnen

Dies bedeutet, dass regionale Organisationsstrukturen den Anforderungen des Gesundheitsmarktes angepasst werden können und nicht der Matrix der Konzernorganisation entsprechen müssen. Damit wird Healthcare nach Einschätzung von Siemens-Lenker Kaeser eine größere Flexibilität auf dem sich fundamental wandelnden und von Paradigmenwechseln geprägten Markt für Medizintechnik gegeben. Im Zuge der Neuaufstellung bereitet Siemens auch ein Börsengang des Audiologiegeschäfts vor.

Mit der Bündelung der Divisionen und der Auflösung der Sektoren sollen Bürokratie abgebaut, Kosten gesenkt und Entscheidungen innerhalb des Unternehmens beschleunigt werden. Zudem sollen die Querschnittsfunktionen des Unternehmens wie beispielsweise das Personalwesen und die Kommunikation künftig gestrafft und zentral geführt werden.

Diese Maßnahmen sollen in Summe zu einer zusätzlichen Produktivität von rund 1 Mrd. Euro führen. Die volle Maßnahmenwirksamkeit soll bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2016 erreicht werden. Um die Kostenentwicklung nachhaltig zu optimieren, hat sich das Unternehmen ein neues Ziel für die Gesamtkostenproduktivität gesetzt. Sie soll ab dem Geschäftsjahr 2015 jährlich 3 bis 5 % betragen.

Lisa Davis: Frauenpower auf der Siemens-Teppichetage

Die Divisionen erhalten ab dem Geschäftsjahr 2015 als Zielvorgabe ein Ergebnismargenband vor PPA – also akquisitionsbedingten Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte. Diese Bänder orientieren sich an den Ergebnissen der wesentlichen Wettbewerber der jeweiligen Division.

Die Siemens AG hat im Zuge ihrer Neuaufstellung ihr Führungsteam benannt. So tritt zum 1. August 2014 Lisa Davis, derzeit Executive Vice President Strategie, Portfolio und Alternative Energien bei Royal Dutch Shell in den Vorstand des Konzerns ein. Lisa Davis wird im Vorstand der Siemens AG für die Divisionen Power and Gas, Wind Power and Renewables und Power Generation Services sowie für die Regionen Nord- und Südamerika zuständig sein.

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