Silizium-Boom Stmicroelectronics ist ein Gewinner im Chipmangel-Spiel

Autor / Redakteur: dpa / Peter Königsreuther

Die Nachfrage nach Computerchips ist ungebrochen. Die Unterversorgung plagt viele Branchen immer noch. Stmicroelectronics gehört zu denen, die etwas Luft verschaffen können. Das zahlt sich aus.

Computerchips sind Mangelware. Was des einen Leid ist aber des anderen Freud. Letzteres trifft auf das Unternehmen Stmicroelectronics zu, denn die starke Nachfrage nach Chips lässt die Kasse klingeln.
Computerchips sind Mangelware. Was des einen Leid ist aber des anderen Freud. Letzteres trifft auf das Unternehmen Stmicroelectronics zu, denn die starke Nachfrage nach Chips lässt die Kasse klingeln.
(Bild: Stmicroelectronics)

Laut eigener Aussage verläuft das Geschäftsjahr für Stmicroelectronics nun besser als erwartet. Für 2021 kalkuliert der Infineon-Konkurrent angesichts der hohen Nachfrage nach Computerchips nämlich nun mit einem Umsatzplus von 1,9 Milliarden US-Dollar (insgesamt 12,5 Milliarden US-Dollar). Die zu erwartenden Schwankungen schätzt das Unternehmen auf plus oder minus höchstens 100 Millionen US-Dollar. Daraus errechnet sich ein mittleres Wachstum von gut 22 Prozent, freut man sich. Auch soll jetzt mehr investiert werden, als zunächst geplant, wofür das Unternehmen nun rund 2,1 Milliarden Dollar in die Hand nehmen werde.

Hunderte von Millionen Dollar Überschuss in der Kasse

Im abgelaufenen zweiten Quartal erwirtschaftete Stmicroelectronics mit einem Umsatz von knapp 3 Milliarden Dollar zwar einen Tick weniger, als im bereits sehr starken Auftaktquartal, verbuchte aber im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von gut 43 Prozent. Die Bruttomarge kletterte dabei auf 40,5 Prozent. Unter dem Strich kann man einen Überschuss von 412 Millionen US-Dollar genießen – mehr als zum Jahresstart. Im dritten Quartal soll der Umsatz auf 3,2 Milliarden Dollar wachsen und eine Bruttomarge von rund 41 Prozent dabei heraus kommen.

Die Chipnachfrage kommt hauptsächlich aus der Automobilindustrie, deren Lücken seit Monaten kaum gestopft werden können. Die Pkw-Hersteller mussten sogar immer wieder Teile der Produktion vorübergehend stilllegen, heißt es dazu. Und der Autobauer Volkswagen reagiert nun auf die ungünstige Lage, mit etwas vorsichtiger formulierten Zahlen für die nächsten Auslieferungen in 2021.

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