Leichtbau im Automobilbau Thermoplastmatrix erweitert CFK-Spielräume

Autor / Redakteur: Peter Königsreuther / Peter Königsreuther

CFK-Teile mit thermoplastischer Matrix werden nicht nur von der Automobilindustrie zunehmend geschätzt: Zum einen wegen der kurzen Verarbeitungszyklen und zum anderen wegen der Möglichkeit daraus stoffschlüssig gefügte Strukturen aus CFK-Halbzeugen fertigen zu können.

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Weitgehend ohne Metall soll eine neue Sitzgeneration von Johnson Controls an den Start gehen – mehr als 40 % leichter als auf Metall basierende Konstruktionen.
Weitgehend ohne Metall soll eine neue Sitzgeneration von Johnson Controls an den Start gehen – mehr als 40 % leichter als auf Metall basierende Konstruktionen.
(Bild: Johnson Controls)

Dass nicht allein die für die Großserienproduktion erforderlichen Zykluszeiten von rund einer Minute die thermoplastbasierten CFK-Composites begünstigen, zeigt das niederländische Unternehmen Fokker Aerostructures mit auf der ITHEC präsentierten orthogrid versteiften thermoplastischen Paneelen. Dazu werden flache Carbon-PEKK-Preforms aus vorrätigem Material herausgeschnitten und zusammen mit thermoplastischen CFK-Profilen zu Panels gefügt. Da sowohl die Platten als auch die Profile eine thermoplastische Matrix besitzen, können beide Komponenten unter Druck und Hitze stoffschlüssig miteinander verbunden werden. Ohne einen einzigen Niet, lassen sich aus solchen Paneelen komplette Röhrenstrukturen formen, die zum Beispiel einen besonders leichten Flugzeugrumpf ergeben.

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