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Demgemäß hat sich der Exportverband MAIB für dieses Jahr viel vorgenommen. So sollen die Marktaktivitäten der Handelspartner in Deutschland intensiv unterstützt werden. Der Anfang wurde auf der gerade zu Ende gegangenen Hannover-Messe gemacht.
Bei Standardmaschinen hat der türkische Maschinenbau zum Ausland aufgeschlossen
Im Standardmaschinenbereich hat der türkische Maschinenbau zum Ausland aufgeschlossen, zum Beispiel zu Italien, Japan und den USA. Überdurchschnittlich ist der Erfolg bei Maschinen zur Blech- und Rohrbearbeitung. „Wir haben die Qualität der Maschinen erhöht, ohne das Preis-Leistungs-Verhältnis aus dem Auge zu verlieren“, erläutert Yusuf Öksüzömer, Vorsitzender des türkischen Maschinenbauverbands MIB. Auf der Industriemesse WIN 2012 – Part 1, Ende Januar in Istanbul, die von der türkischen Tochter des Hannover-Messe-Veranstalters ausgerichtet wurde, machten lokale Aussteller aus dem Maschinenbau den Vorteil deutlich, vor allem beim Abkanten, Stanznibbeln, Plasma- und Laserschneiden.
Die Gründe dafür findet man auf dem heimischen Markt. Die türkische Metallbearbeitung steht unter Modernisierungsdruck, insbesondere im Fahrzeugbau, in der Elektrobranche und der Hausgerätefertigung. Als Zulieferer globaler OEM-Unternehmen ist sie noch stärker als der lokale Maschinenbau den Regeln des Weltmarkts unterworfen.
In der Türkei sind die Maschinen der Metallbearbeiter im Durchschnitt deutlich älter als in Deutschland. „Landesweit modernisieren und erweitern Betriebe ihren Maschinenpark“, berichtet Öksüzömer. „Dabei wird meist zu Standardmaschinen gegriffen.“ Sie genügten den gehoben Qualitätsansprüchen – und das im Vergleich zu deutschen Maschinen „zu sehr wettbewerbsfähigen Preisen“.
Unterschiede liegen in High-End-Ausstattung, Maschinendesign und Automatisierung
Die Unterschiede liegen in der High-End-Ausstattung, dem Maschinendesign und der Automatisierung rund um Bearbeitungsprozess. Dieses fehlende letzte Stück Qualität kommt in der türkischen Metallbearbeitung weniger zum Tragen als in Hochlohnländern wie Deutschland. Es mache, sagt Öksüzömer, die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der lokalen Maschinenhersteller aus. Dennoch ist es das Ziel von immer mehr Herstellern, qualitativ weiter aufzuschließen.
Auf der Industriemesse in Istanbul zeigte sich das besonders beim Laserschneiden. „Auf diesem Gebiet sind die deutschen Hersteller weltweit führend“, sagt Özgür Eratli, Verkaufsleiter beim Maschinenhersteller Durmazlar in Bursa, der die Laserschneidmaschine Durma HD-F auf der Messe am Markt einführte. „Wir haben von Deutschland viel gelernt.“
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