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Der Erfolg spiegelt sich im Auslandsgeschäft wider. Wer Maschinen exportiert, muss weltweite Standards wie Automatisierung beherrschen. „Die Verbindung automatischer Kontroll- und Handlingsysteme mit dem Bearbeitungsprozess ist sehr wichtig für Maschinenhersteller, die auf dem Weltmarkt agieren“, registriert Öksüzömer. So verfolgt der Chef des türkischen Maschinenbauverbands die Aktivitäten der Branche aufmerksam, in denen die Verknüpfung von Mechanik und Elektronik vorgetrieben wird: „Die Mechatronik ist etwas Neues in der Türkei.“ Laut Öksüzömer wird sie der Einstieg türkischer Maschinenhersteller in das Geschäft als Systemlieferanten sein. Diese Entwicklung dauere noch eine Weile.
Antrieb- und Steuerungskomponenten kommen von globalen Anbietern
Jedoch gibt sie bereits einen Einblick in die typischen Entwicklungs- und Fertigungsstrukturen im türkischen Maschinenbau. „Wer auf Qualität setzt, hält alle Prozesse zusammen“, sagt Eratli. Das gilt insbesondere für Maschinenhersteller, die exportieren. Sie fertigen die mechanischen Komponenten für ihre Maschinen selbst oder haben die mechanische Fertigung wie der Maschinenhersteller Durmazlar an einen Zulieferer innerhalb der eigenen Firmengruppe verlagert.
Der Rest wie Antrieb- und Steuerungskomponenten kommt von globalen Anbietern. Auf diese Weise baut Durmazlar rund 6500 Maschinen im Jahr. Davon gehen etwa 80% in den Export. „Wir haben weltweit das größte Maschinenportfolio für die Blechbearbeitung“, berichtet Eratli
„Mit dieser Strategie ist der türkische Maschinenbau heute in einer guten Position“, stellt Öksüzömer fest. Von der Maschinennachfrage, die der hohe Bedarf an Blechteilen nach der Wirtschaftskrise im In- und Ausland auslöste, profitiert er in besonderem Maße. So stieg in der Türkei die Blechnachfrage 2010 um 43% auf 12 Mio. t im Vergleich zum Jahr davor. Das entsprach etwa der Hälfte der dortigen Gesamtnachfrage nach Stahlvorprodukten. Diese Entwicklung hat bei den türkischen Werkzeugmaschinen die Mehrheitsverhältnisse in wenigen Jahren umgedreht. Heute entfallen gut zwei Drittel der vor Ort gebauten Maschinen auf die Blechbearbeitung. Der Rest sind spanende Maschinen.
Italienische Maschinenhersteller müssen sich warm anziehen
Diese Entwicklung haben besonders italienische Maschinenhersteller zu spüren bekommen. „Waren sie vor der Krise für die türkische Blechbearbeitung ein wichtiger Lieferant“, registriert Eratli, hat ihre Marktmacht nachgelassen.“ Die Ursache dafür liegt nach seiner Marktbeobachtung in einem nahezu verschwundenen Qualitätsunterschied der Maschinen: Italienische Hersteller punkteten heute nur noch beim Maschinendesign.
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