Das war`s erst mal Ende der VW-Betriebsversammlungen! Ein Fazit ...

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Die dpa-Redakteure Daniel Mollitor und Burkhard Fraune berichten hier, wie es nach den neun außerordentlichen Betriebsversammlungen, zu denen auch der VW-Chef Oliver Blume anreiste, aussieht ...

VW-Chef Oliver Blume hat seine Rundreise wegen der Sparmaßnahmen beendet. VW steht quasi im Regen, aber nicht nur der Wolfsburger Autokonzern. Lesen Sie hier, was man nach allem vorerst festhalten kann ...(Bild:  Volkswagen)
VW-Chef Oliver Blume hat seine Rundreise wegen der Sparmaßnahmen beendet. VW steht quasi im Regen, aber nicht nur der Wolfsburger Autokonzern. Lesen Sie hier, was man nach allem vorerst festhalten kann ...
(Bild: Volkswagen)

Zehntausende Arbeitsplätze sind bei Volkswagen durch die Sparpläne bedroht. Und sogar vier Werke stehen mit Blick auf ihre Zukunft auf dem Prüfstand. Bei VW gibt es deshalb gewaltigen Gesprächsbedarf. Nach einer Reihe außerordentlicher Betriebsversammlungen, um diesen zu decken, gab es bei Volkswagen gestern in Hannover das vorerst letzte dieser Treffen zwischen Vorstand und Belegschaft, bevor mögliche neue Beschlüssen anstehen. Es ging und geht um nicht weniger als die Zukunft des Konzerns, zu dem bekanntlich auch Porsche und Audi gehören. Und VW ist einer der größten Arbeitgeber in Deutschland. Die Führung will und muss die Kosten senken und die Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Belegschaft, Gewerkschaften und Politik bangen aber deshalb um Arbeitsplätze und Standorte. Schon in dieser Woche könnte der Sparkurs bei einer Aufsichtsratssitzung konkreter werden.

Das ist bei VW nun der Stand der Dinge:

Der laufende Arbeitsplatzabbau, bei dem rund 50.000 Stellen bis 2030 wegfallen sollen, reicht aus Sicht des Vorstands um VW-Konzern-Chef Oliver Blume nicht aus. Das Management arbeitet deshalb an einem sogenannten Zielbild 2030. Seitdem wird um Zehntausende zusätzliche Stellen und vier ganze Standorte gebangt. Betroffen sind die VW-Werke Emden, Zwickau, das Audi-Werk in Neckarsulm und auch Hannover, wo Nutzfahrzeuge gebaut werden. Der VW-Finanzvorstand Arno Antlitz stellte gestern dort den Beschäftigten. Volkswagen sieht für sein Werk in Hannover nach dem Auslaufen der aktuellen Produkte Anfang der 2030er-Jahre bisher leider noch keine wirtschaftliche Nachfolgebelegung für Neuprodukte. Antlitz betonte dabei die Notwendigkeit weiterer Sparmaßnahmen, so wie zuvor auch schon Blume. Der VW-Konzern habe zwar frühzeitig gegengesteuert und begonnen, Konzern und Marken neu auszurichten. Auch die Marktanteile würden wachsen, doch das reiche für die Rettung noch nicht aus. Schließlich steht die ganze Autoindustrie unter Hochdruck. Mit Blick auf den drohenden Stellenabbau sagte der VW-Chef, dass es in einem nächsten Schritt insbesondere um die Kosten außerhalb der direkten Fahrzeugproduktion geht. Das wären dann also Konzernstellen, zentrale Funktionen, Entwicklung oder Vertrieb.

Das sind die noch offenen Punkte:

Angesichts des Spardrucks soll es auch im Management spürbare Einschnitte geben. Blume redete von einem Abbau von rund 25 Prozent der derzeitigen Stellen in diesem Bereich. Man schaue dort jetzt auch genau hin. Alle Bereiche müssten nun einfach ihren Teil beitragen, denn laut Blume ist die Zukunftssicherung von Volkswagen ein Kraftakt, der nur gemeinsam gelingen kann. Ziemlich viele Fragen wurden aber nicht beantwortet, denn der Aufsichtsrat hatte Blumes Plan im Juli nach Medienberichten erst einmal abgelehnt. Was der Konzernchef bereits deutlich gemacht hat und vor den Beschäftigten wiederholte ist, dass die beim Zielbild 2030 genannte Zahl von 50.000 weiteren zu streichenden Arbeitsplätzen keine Zielgröße ist, sondern eine theoretische Rechengröße, die sich einfach aus den Kosten ableitet. Die Arbeitskosten liegen heute bei über dem Doppelten von vergleichbaren europäischen Standorten, so Blume. Und auch bei den Fabrikkosten würden andere Werke noch deutlich günstiger sein. Etwa die Hälfte des Anpassungsbedarfs wird deshalb wohl Deutschland betreffen. Auch ob und wie viele Werke schließen könnten, ist unklar geblieben. Für Blume sei das die absolut letzte Option, die er gern vermeiden wolle. Auch für Emden, Zwickau, Neckarsulm gebe es noch keine wettbewerbsfähige Belegung für die 2030er-Jahre. Im Gespräch ist etwa, Standorte zeitweise für die Rüstungsproduktion zu nutzen und auch über den Bau chinesischer VW-Modelle in Deutschland wird nachgedacht. Konkreter soll es in den nächsten sechs bis zwölf Monaten erst werden.

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