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Weiterbildung

Wie KMU von Digital Natives lernen können

| Redakteur: Melanie Krauß

Das Fraunhofer IAO bietet ab Mai 2019 ein Qualifizierungsformat für KMU an, bei dem erfahrene Ingenieure sich mit Studenten austauschen können. Themen sind neuartige Techniken wie 3D-Druck, Künstliche Intelligenz und Photonik.

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Bei „Students teach Professionals“ lernen berufstätige Ingenieure von Studierenden die Grundlagen der Künstlichen Intelligenz.
Bei „Students teach Professionals“ lernen berufstätige Ingenieure von Studierenden die Grundlagen der Künstlichen Intelligenz.
(Bild: ©wavebreak3 - stock.adobe.com)

Bei dem neuen Lernkonzept „Students teach Professionals“ des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO lernen berufstätige Ingenieure von Studierenden KI-Grundlagen und setzen eigene Ideen mit dem Erlernten um. Dafür sind insgesamt sieben Nachmittage eingeplant.

Wie Unternehmen die Potenziale der Künstlichen Intelligenz für sich einsetzen können, ist laut Fraunhofer IAO nicht ausschließlich eine Frage für IT-Experten. Für Unternehmen, die physische Produkte anbieten, würden zahlreiche KI-Module, die per Open Source für jedermann zur Verfügung stehen, die Möglichkeit bieten, ihre bisherigen Produkte aufzuwerten und funktional zu erweitern.

Wie man schnell herausfindet, welches Modul wie funktioniert und ob es zum eigenen Produkt passt, zeigt das Fraunhofer IAO an einem Workshop-Nachmittag. Das Projektteam „Bakaros (Baukastensystem zur Realisierung optischer Systeme)“ hat dafür Prototyping-Werkzeuge entwickelt, die es dem Lernenden ermöglichen sollen, eigene Ideen nach dem Motto „fail fast“ umzusetzen.

Hinzu kommt ein neues Lernkonzept, das sich von traditionellen Lernmethoden unterscheidet. Das Fraunhofer IAO macht sich hierbei die Art und Weise zu nutze, wie junge Menschen lernen. So würden Sie über Foren und Communities Wissen und Erfahrungen miteinander teilen und durch das Ausprobieren lernen, wie sie eigene Projektideen schnell umsetzen können.

Der vom BIEC angebotene Kurs richtet sich an KI-Anfänger mit geringem Programmierbackground. Jeder Kursteilnehmende soll eine eigene Projektidee mit einbringen. Eine Besonderheit: Kursleiter sind erfahrene Studierende aus dem Bakaros-Projekt. Die Tutoren werden anhand der mitgebrachten Beispiele Lerninhalte zu Themen wie KI, Photonik, Programmierung, 3D-Druck, Laser-Cutter vermitteln, die sich schnell umsetzen lassen. Pro Kurs werden maximal fünf Teilnehmende zugelassen, um eine steile Lernkurve zu erzielen.

Wer einen ersten Einblick in die Welt digitaler Technologien bekommen und sich über das innovative Mitmachformat kostenlos informieren möchte, hat am Open Lab Day am 9. und 30. April 2019 Gelegenheit dazu. Kleine und mittelständische produzierende Unternehmen mit maximal 1000 Mitarbeitenden sowie Hochschullehrer, die den Ansatz „Students teach Professionals“ bei sich einsetzen möchten, sind herzlich zum Wissensaustausch sowie zur Zusammenarbeit eingeladen.

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