ArGeZ Zulieferer rechnen für 2015 mit konjunktureller Seitwärtsbewegung

Redakteur: Jürgen Schreier

Nach einem leichten Wachstum im Jahr 2014 – wenn auch nicht bei allen Zulieferern – erwartet die Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie (ArGeZ) angesichts eines freundlichen Geschäftsklimas für 2015 eine konjunkturelle Seitwärtsbewegung. Das teilte die ArGeZ in Rahmen einer Pressekonferenz am 13. April 2015 auf der Hannover-Messe mit.

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„Die totale Kostentransparenz als notwendige Voraussetzung für die Angebotsabgabe halten wir kartellrechtlich und aus Sicht des unlauteren Wettbewerbs für rechtlich unzulässig“, sagte Dr. Theodor Tutmann, Sprecher der ArGeZ, anlässlich der Hannover-Messe.
„Die totale Kostentransparenz als notwendige Voraussetzung für die Angebotsabgabe halten wir kartellrechtlich und aus Sicht des unlauteren Wettbewerbs für rechtlich unzulässig“, sagte Dr. Theodor Tutmann, Sprecher der ArGeZ, anlässlich der Hannover-Messe.
(Foto Kühle/Stefan Kühle)

Die in der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie (ArGeZ) organisierten Industriebranchen haben im vergangenen Jahr einen Umsatz von 218 Mrd. Euro erzielt, was einem Anstieg um 1,1 % entspricht. Basis für das Wachstum war die gute Automobilkonjunktur in Nordamerika, China und Osteuropa. Auch die Süd- und Westeuropäischen Märkte haben sich stabilisiert.

Somit ist die Bedeutung des Exportgeschäfts im Durchschnitt aller Branchen nochmals leicht gestiegen, allerdings drückt die Quote der direkten Exporte bei weitem nicht den Geschäftsanteil des Auslandes aus, da die inländischen Kunden ihre Produkte zu rund 75 % im Ausland absetzen. Weite Teile des allgemeinen Maschinenbaus als wichtige Kundenbranche entwickeln sich wegen der unveränderten Investitionszurückhaltung weiterhin verhalten.

Während die Entwicklung der Produktionsmenge nach Einschätzung der ArGeZ durchaus zufriedenstellen könne, stünden die Betriebsergebnisse bei hohem Kostendruck der Kunden stark unter Druck. Trotz steigender Energie- und Personalkosten gelinge es den mittelständischen Zulieferbetrieben nicht, nachhaltige Abschlüsse mit den meistens marktmächtigen Kunden zu erzielen. Die Zahl der fest angestellten Mitarbeiter haben die Unternehmen nochmals um rund 10.500 erhöht. Die Zulieferindustrie ist in Deutschland also noch eine Wachstumsbranche.

Geschäftsklima-Index Zulieferindustrie im März 2015 weiter erfreulich

Das Geschäftsklima der Zuliefererindustrie hat sich im März 2015 verbessert. In den letzten Monaten zeigten sich die Erwartungen kontinuierlich optimistischer. Im März zeigte sich jetzt auch die Bewertung der aktuellen Lage verbessert. Unterstützt wird dieses März-Lagebild durch die Entwicklung des Einkaufsmanagerindex sowie das steigende Wirtschaftsvertrauen im Eurogebiet. Insbesondere, dass sich die Stimmung der Industrie nicht nur in Deutschland, sondern auch in Frankreich, Italien und Spanien leicht verbessert hat, stimmt zuversichtlich.

Allerdings sind die Aussichten mit hohen Unsicherheiten behaftet. Neben den politischen Krisen in der Ukraine oder im Nahen Osten lasten auch innenpolitische Entscheidungen auf dem Ausblick auf das Jahr 2015. Die ArGeZ verweist in diesem Zusammenhang auf den der bürokratischen Aufwand zur Handhabung des Mindestlohn in der Lieferkette.

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