Farragtech auf der K 2016

70 % weniger Druckluftverbrauch bei der Granulattrocknung

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Smart gesteuertes System

Um die Energieeffizienz zu steigern, werden sowohl das Gebläse im Sekundärkreis als auch das Proportionalventil im Prozesskreis entsprechend der tatsächlichen Materialanforderung über die eigens entwickelte Mikroprozessorsteuerung FIT (Farragtech Intelligent Terminal) kontinuierlich geregelt. Dadurch werden im Fall von geringer Auslastung Kosten für Heizenergie und Druckluft gespart. Die Bedienung ist denkbar einfach, da im Vorfeld nur die Temperatur eingestellt werden muss. Die Eingabe erfolgt über eine farbige, vollgrafische Anzeige am FIT, das sich durch eine übersichtliche Darstellung der Daten auszeichnet. Zur Verfügung stehen viele praktische Funktionen, wie verschiedene Modi für eine materialschonende Trocknung und Vermeidung von Degradation oder ein Easy-Modus, der nur tatsächlich benötigte Parameter einblendet. Die Regulierung selbst läuft vollautomatisch ab.

Zugriff aus der Ferne

Über Schnittstellen wie RS-232, TTY, RS-485, CAN-Bus und Ethernet lässt sich der Trockner zudem auch aus der Ferne bedienen und beispielsweise an die Produktionsmaschine koppeln. Die Einstellungen werden in diesem Fall an der Verarbeitungsmaschine vorgenommen. Die Bedienung am Granulattrockner wird währenddessen gesperrt und erst bei Unterbrechung der Verbindung wieder freigegeben. Wird eine entsprechende IP-Adresse vergeben, kann auf die Prozessdaten auch über das Internet ‒ etwa von externen Standorten ‒ zugegriffen werden.

Möglichkeit zur Energierückgewinnung

Anders als bei Adsorptionstrocknern, beschränke sich der Wartungsaufwand durch die Einfachheit des Systems auf eine gelegentliche Reinigung der Luftfilter. Bei allen Modellen der Card-M- und Card-L-Serie bestehe außerdem die Möglichkeit, die Trockner in ein Energierückgewinnungskonzept einzubinden, so dass der Gesamtenergieverbrauch durch die Kombination mit einem BHKW oder durch die Rückgewinnung der Abwärme des Druckluftkompressors bereits ab 40 °C weiter reduziert werden kann. Durch das Zweikreis-System lassen sich so bei minimalem Einsatz hohe Einsparungen erzielen.

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