Steuerungen

Automatisierungs- und IT-Welt miteinander verbinden

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Zunehmend setzen sich Unternehmen mit dem Energieverbrauch ihrer Produktionsprozesse auseinander. Um geeignete Maßnahmen zur Verbrauchsreduzierung zu identifizieren und umzusetzen, müssen Maschinenbetreiber die Energieverbräuche ihrer Maschine kennen. Bosch Rexroth entwickelte dafür zwei Softwaretools, die direkt in den NC-Kern der CNC integriert sind und so direkten Zugriff auf alle relevanten Daten der Werkzeugmaschine haben.

Das Taktzeitanalyse-Tool Cycle Time Analyzer bietet einen Überblick über Maschine und Prozess und ermöglicht es Betreibern, die Bewegungsabläufe anwendungsspezifisch zu optimieren und damit auch die Taktzeit deutlich zu reduzieren. „Damit kann der Werkzeugmaschinenhersteller seine Maschinen so optimieren, dass er zum Beispiel bei einem Werkzeugwechsel die letzten Zeitreserven erkennen kann. Unterstützt wird er dabei durch integrierte Funktionen im CNC-System, die ihm helfen, die optimalen Einstellungen sehr schnell vorzunehmen“, begeistert sich Fey.

Das Softwaretool Energy Analyzer stellt den Energieverbrauch von Prozessabschnitten, Maschinenkomponenten und verwendeten Werkzeugen dar. Die Wirkungsweise erklärt Fey: „Ändern sich Werkstückmaterial, Verschleiß der Werkzeuge oder Hilfs- und Schmierstoffe, macht ein Vergleich anhand von Trenddiagrammen den Energieverbrauch transparent. Auf der HMI-Oberfläche sieht der Maschinenbetreiber eine einfache Übersicht über den Energieverbrauch, aufgegliedert nach Spindel- und Achsantrieben sowie Nebenaggregaten.“

Mit dem Energiemonitoring können Bediener den Energieverbrauch beispielsweise von Antriebsachsen oder Nebenaggregaten für Hydraulik und Kühlschmiermittel aufzeichnen. Der Energieverbrauch lässt sich aber auch pro Werkstück ermitteln. Darüber hinaus ermöglichen es intelligente Stand-by-Funktionen, energieintensive Aggregate sukzessive abzuschalten.

Neue Schnittstellentechnologie für die Steuerungen

Das Thema Industrie 4.0 geht für Schwindt im Bereich der CNC-Fertigung sehr stark mit einer voll vernetzten CNC einher, in der Datenserver die NC-Programme verteilen und die Fertigungsplanung durchführen. Er erläutert: „Der Austausch von großen Datenmengen ist eine der Kernforderungen. Deshalb sind wir mit Blick auf unser Produktportfolio in puncto Vernetzung sehr gut aufgestellt. Für die Einbindung unserer CNC in das Werksnetz genügt ein Netzwerkkabel. Mit dem Zusammenwachsen von IT und Automation reden wir auch über mobile Endgeräte. Hier geht es zum Beispiel um die Frage, wie Maschinenbetreiber mit Apps auf Daten zugreifen können. Eine neue Schnittstellentechnologie für unsere Steuerungen ermöglicht die nahtlose Integration von Smart Devices in Maschinenkonzepte. Unsere Steuerungen sind komplett vernetzbar, sind ready for Industrie 4.0.“

„Die Forderung, dass Maschinen hinsichtlich Industrie 4.0 kommunikativer werden sollen, kommt uns entgegen, weil die Intelligenz und Konnektivität, die in unseren Steuerungen integriert sind, eine Grundvoraussetzung dafür sind. Damit folgen wir der Rexroth-Philosophie von Offenheit“, betont auch Fey und fügt hinzu: „Wir haben im Rahmen von Open Core Engineering die bisherigen standardisierten Schnittstellen noch weiter für Anwender geöffnet. Über das Open Core Interface können Maschinenhersteller erstmals direkt auf die Steuerung zugreifen und über eine Vielzahl von Schnittstellen neue, individuelle Softwarefunktionen realisieren. Darüber hinaus können sie auch Apps umsetzen und über neue Bedienkonzepte beispielsweise Inbetriebnahme und Diagnose deutlich beschleunigen. Das ist eine wesentliche Voraussetzung für die aktuell angestrebte Vernetzung von Maschinen mit der IT-Welt.“

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