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Kostenkalkulation

Das kostet die Additive Fertigung

| Autor / Redakteur: Ludwig Haas / Simone Käfer

Was kostet die Additive Fertigung? Ein Team der Hochschule Aalen hat die Antwort.
Was kostet die Additive Fertigung? Ein Team der Hochschule Aalen hat die Antwort. (Bild: ©ExQuisine - stock.adobe.com)

Wie viel es ein Unternehmen tatsächlich kostet, ein Bauteil selbst additiv zu fertigen, war bisher ein großes Rätsel. Forscher der Hochschule Aalen haben mit mehreren Unternehmen ein Kostenmodell erstellt. Nun kann jeder den Preis selbst berechnen.

Die einen behaupten, die Additive Fertigung sei eine kostengünstige Alternative zum Drehen oder Fräßen, andere sehen eine Kostenfalle in den jungen Verfahren. Wer hat recht? Niemand und alle – bis jetzt. Denn bisher konnten Unternehmen lediglich abschätzen, wie viel sie eine eigene Produktion mit einem 3D-Drucker kosten würde. Doch nun gibt es ein Modell, dass alle Faktoren für den Druck eines Bauteils berücksichtigt. Entwickelt wurde es von Studenten der Hochschule Aalen in Zusammenarbeit mit mehreren Fertigungsunternehmen aus verschiedenen Branchen. Als praxiserprobtes Kostenmodell folgt es der Prozesskette und berücksichtigt alle Schritte der Additiven Fertigung von der Konstruktion über das Drucken bis zum versandfertigen Bauteil.

Als Testlauf haben die Forscher ein blaues Kegelrad berechnet. Es soll mit dem Werkstoff ABS im FLM-Verfahren gedruckt werden, wofür sie einen Onyx One von Markforged nutzen. Zuerst tragen sie die voraussichtliche Entwicklungszeit und den Materialverbrauch in die Excel-Tabelle ein. Bei dem Verfahren werden für das Bauteil Stützstrukturen benötigt, diese geben sie mit 6,99 cm3 in der Tabelle an. Den Wert hat die Druckersoftware errechnet. Anhand des für das Verfahren spezifischen Materials, der Druckdauer, des Maschinentyps und weiteren Informationen werden anschließend die erwarteten Produktionskosten ermittelt. Das Kegelrad wird 54,98 Euro kosten. Dabei liegt der Preis des Engineerings bei 36,23 Euro und der des Druckprozesses bei 11,29 Euro, die Nachbearbeitung schlägt mit 2,56 Euro zu buche und die Qualitätsprüfung mit 4,90 Euro.

* Weitere Informationen: Hochschule Aalen – Technik und Wirtschaft in 73430 Aalen, Tel. (0 73 61) 5 76-0, info@hs-aalen.de

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