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Digitaler Zwilling

Der digitale Zwilling in der CNC-Fertigung

| Redakteur: Victoria Sonnenberg

NC-Code-Simulation mit NCSIMUL.
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NC-Code-Simulation mit NCSIMUL. (Bild: Spring Technologies)

Die neueste Version von NCSIMUL, der modular aufgebauten Software für eine kollisionsfreie, flexible und automatisierte CNC Fertigung, wird auch auf der kommenden Intec 2019 ausgestellt.

Besucher auf dem NCSIMUL-Messestand von Hexagon erhalten einen Einblick in den gesamten CNC-Prozess vom CAD / CAM System und der Einbindung der Tool Management Plattform bis hin zum finalen NC Code geprüften und fehlerfreien Programm für die Fräs-, Drehfräs- oder Drehmaschine. Als Mitaussteller auf dem Messestand sind die Unternehmen NSI CAD/CAM Technik GmbH, Vertriebspartner von NCSIMUL, sowie die CIMSOURCE GmbH, Anbieter der Werkzeugdatenbank ToolsUnited, beteiligt.

Spring Technologies, Hersteller der NCSIMUL Software, wurde 2018 von Hexagon AB übernommen. Als Teil der Hexagon Manufacturing Intelligence Division präsentiert sich NCSIMUL auf der Intec erstmals im Standdesign der Dachmarke Hexagon.

Automatische Konvertierung von NC-Programmen

NCSIMUL wurde 2017 mit dem Intec-Preis ausgezeichnet, weil die Software flexible Wechsel zwischen verschiedenen CNC-Maschinenkinematiken und Steuerungen ohne aufwendiges manuelles Umprogrammieren ermöglicht und somit einen Beitrag zur Digitalisierung im Shopfloor leistet. Die NC Codes werden dabei nicht nur nach dem Postprozessorlauf auf etwaige Fehler und Kollisionen geprüft, sondern können auch weitergehend für eine beschleunigte Bearbeitung optimiert werden. In der Zwischenzeit hat der Anbieter seine Software weiterentwickelt - mit dem Ziel, durchgängige, bidirektionale Datenprozesse zu schaffen und Anwendern somit den Weg zu ebnen für die vernetzte digitale Fertigung.

Die Messeneuheit bei NCSIMUL ist die Integration des Moduls NCSIMUL Monitor. „Bei der Weiterentwicklung unserer Softwarelösung haben wir nicht mehr nur die Performance einzelner Maschinen im Blick, sondern die optimale Auslastung des gesamten Maschinenparks. Über die bestmögliche NC Code Simulation hinaus geht es letztlich auch immer um Erfassung, interaktive Zusammenarbeit und Auswertung aller relevanten Daten, auch über Systemgrenzen hinaus” erklärt Mike Weißenborn, Senior Consultant DACH von Spring Technologies.

Entsprechend ist das neue Modul als digitales Cockpit und Planungstool konzipiert. DNC und Monitoring erlauben einen genauen Überblick über den Maschinenpark in Echtzeit, heißt es. Erfasst werden aktueller Status, die Zeiten der Aktivität, Stillstandzeiten und deren Ursachen. Die NC-Programme der einzelnen Maschinen werden mit allen Änderungen in automatischer Versionierung erfasst und im umfassenden NC Programm Life-Cycle Management hinterlegt. Über integrierte Analysefunktionen generiert das Monitoring-Modul zudem automatisch Aktivitätsberichte mit KPI-Kennzahlen zu jeder Maschine. Der interaktive Zugriff auf all diese Daten kann bereichsübergreifend via Webbrowser, Mobilgerät und auch über das jeweilige unternehmensinterne ERP-System erfolgen.

„Produktionsplaner sehen in NCSIMUL also nicht nur, welche Maschinen gerade frei sind, sondern prüfen auch, welche anderen Maschinen passend sind und können damit optimal planen und die Fertigungseffizienz erhöhen. Das ursprüngliche NC-Programm wird dann auf die neue Zielmaschine und Steuerung konvertiert. Selbst eine Splittung ist möglich, indem zum Beispiel Teile des Programms einer 5-Achs-Maschine auf einer 3-Achs-Maschine laufen. Die NC Code Simulation gewährleistet zu jeder Zeit kollisionsfreie Programme“, erläutert Mike Weißenborn.

Virtuelle Maschinenmodelle und Werkzeugdaten als Voraussetzung für die digitale Fabrik

Ein wichtiges Thema ist in diesem Zusammenhang auch das Werkzeugmanagement. Basierte die NC Code Simulation von NCSIMUL bereits schon früher auf dem virtuellen Modell der Werkzeugmaschine, dem digitalen Zwilling, so fließen über das Werkzeugmanagement in NCSIMUL nun auch die exakten Daten und 3D-Darstellungen der verwendeten Werkzeuge in die Berechnungen mit ein. Ausgebaut wurde auch die Schnittstelle zur Werkzeugdaten-Plattform ToolsUnited des Anbieters CIMSOURCE: 3D-Werkzeuge, Komponenten, Mastermodelle können aus über 900.000 Werkzeugkomponenten ausgewählt und in einem Schritt importiert werden.

Auf dem Messestand der Intec 2019 wird CIMSOURCE eine ganz neue Anwendung vorstellen – das für verschiedene CAM-Systeme bereits voreingestellte „ToolLink“-Kommunikationsportal. Als der „große Bruder“ von ToolsUnited organisiert ToolLink die Beschaffung der digitalen Zwillinge auch von Sonderwerkzeugen. Werkzeuganwender können dabei Datenspektrum, Datenqualität und alle zu hinterlegenden Pflichtmerkmale selbst bestimmen. Die Plattform ermöglicht die direkte Kommunikation vom Werkzeuganwender zum Werkzeuglieferanten.

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