Suchen

Kunststoffindustrie

Die Top-10 der Nachhaltigkeitsziele bei Kunststoffen

| Redakteur: Peter Königsreuther

Im Jahre 2010 hat sich die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen gegründet. Der Arbeitskreis Nachhaltigkeit hat jetzt seinen aktuellen vor gelegt und unter anderem die zehn wichtigsten Ziele beim nachhaltigen Umgang mit Polymeren heraus gearbeitet.

Firmen zum Thema

Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht der Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V. liegt vor. Anbei die 10 wichtigsten Aspekte in diesem Zusammenhang.
Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht der Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V. liegt vor. Anbei die 10 wichtigsten Aspekte in diesem Zusammenhang.
(Bild: IK)

Die IK Industrievereinigung Kunststoffverpackungen e. V. ist der Verbahd der Hersteller von Kunststoffverpackungen und Folien in Deutschland. Er vertrtritt die Interessen der Industrie im konstruktiven Dialog mit der Politik und anderen wichtigen gesellschaftlichen Interessensvertretungen. Zur Kernaufgabe des Verbandes gehört es außerdem, die Informationen und die Beratung seiner Mitglieder sowie die Leitung von verbandsinternen Asschüssen und Fachgruppen sowie die Koordination von Projekten zu unterstützen. Ein weiteres Betätigungsfeld ist die Ermittlung von Nachhaltigkeitsmöglichkeiten. Nun gibt es unter anderem eine Aufstellung der 10 wichtigsten Nachhaltigkeitsthemen, welche die Kunststoffverpackungsindustrie betreffen. Hier ein Auszug:

1. Ressourceneffizienz und Keislaufwirtschaft

Eine wichtige Erkenntniss ist die Tatsache, dass Kunststoffverpackungen dem Recycling oder einer thermischen Verwertung zugeführt werden können. So werden sie schadlos entsorgt und ersetzen außerdem noch wertvolle primäre Ressourcen. Der Anteil von Materialkosten an der Kunststoffverpackungsproduktion liegt je nach Verpackungsart, Veredelungsgrad und Verarbeitungstechnologie meist zwischen 40 und 80 %. Die in Westeuropa verarbeiteten Verpackungskunststoffe sind weit überwiegend erdölbasiert, ein geringer Teil ist gasbasiert, und weniger als 1 % der Kunststoffe basieren auf nachwachsenden Rohstoffen. Erdöl- und Erdgasvorräte sind begrenzt. Insbesondere für Erdöl ist ein stetiges Ansteigen der Weltmarktpreise ausgehend von der wachsenden globalen Nachfrage zu beobachten. Vor diesem Hintergrund ergibt sich die ökonomische wie ökologische Notwendigkeit, eine langfristige Strategie für die Ressource Kunststoff zu entwickeln. Diese umfasst die Herkunft der Kunststoffe (Rohstoffstrategie) ebenso wie ihren rationellen Einsatz in der Verpackung (Materialreduktion) und die Schließung des Wertstoffkreislaufes am Ende des Lebenszyklus der Kunststoffverpackung (Recycling und Verwertung).

Die IK verfolgt in Bezug auf die Rohstoffquellen für Kunststoffe

im Wesentlichen drei Ziele:

• Langfristige Versorgungssicherheit von´Verpackungskunststoffen in Europa Die vier Verpackungskunststoffe Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyethylenterephthalat (PET) und Polystyrol (PS), die in Deutschland ca. 90 Prozent des Kunststoffverpackungsmarktes abdecken, werden in ihrer weit überwiegenden Menge in Europa hergestellt.

• Begrenzung der extremen Volatilität von Preisen für Kunststoffe. Ein Hauptproblem im Tagesgeschäft von Kunststoffverarbeitern besteht in der hohen Volatilität der Preise der eingesetzten Kunststoffe.Extreme Preissprünge in kürzester Zeit stellen die mittelständischen Verarbeiter vor große Herausforderungen.

• Förderung des Einsatzes von biobasierten Kunststoffen unter besonderer Berücksichtigung ökologischer und ethischer Aspekte. Die IK begleitet die Entwicklung von Biokunststoffen und die politischen Rahmenbedingen über den bereits 1997 gegründeten IK-Arbeitskreis Bioplastics. Heutzutage ist es prinzipiell möglich, jede Art von Kunststoff auf Basis nachwachsender Rohstoffe herzustellen, jedoch sind die Kapazitäten auf dem Markt trotz hoher Wachstumsraten noch immer sehr gering.

• Materialreduktion: Unter dem Begriff Lightweighting versteht man die kontinuierliche Einsparung von Verpackungsmaterial. Ermöglicht wird dies durch innovatives Verpackungsdesign und technologischen Fortschritt. Erfolge lassen sich auf der Ebene der Gesamtbranche nur schwierig messen, dafür können aber eine Vielzahl von Beispielen aus einzelnen Produktsegmenten (Folien, Flaschen, Verschlüsse, Becher, Kanister usw.) herangezogen werden. IK-Mitglieder haben hier in allen Anwendungsbereichen von Kunststoffverpackungen in den letzten zwanzig Jahren viel geleistet. Gewichtsreduktionen über 50 % sind keine Seltenheit, Spitzenwerte gehen sogar über 90 %. So betrug zum Beispiel das durchschnittliche Gewicht einer

4-Liter Waschmittelflasche 1970 noch durchschnittlich 300 g. Heute sind es nur noch 30 g – ein Zehntel des ursprünglichen Gewichts.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 42994410)