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Kunststoffindustrie

Die Top-10 der Nachhaltigkeitsziele bei Kunststoffen

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4. Produkt-Ökobilanzen und Eco-Design

Die oben genannten Begriffe bewerten die Umweltverträglichkeit eines Verpackungsproduktes in Bezug auf dessen gesamten Lebenszyklus. Eco-Design zielt darauf ab, die Umweltverträglichkeit einer Verpackung schon bei deren Entwicklung mit zu berücksichtigen. Mineralwässer und Erfrischungsgetränke werden seit vielen Jahren mehr und mehr in PET Flaschen abgefüllt, insbesondere in PET-Einwegflaschen. Dabei gilt die traditionelle Glas-Mehrwegflasche in Deutschland noch immer als Benchmark für die Umweltfreundlichkeit. Während PET-Mehrwegflaschen ihre ökologische Vorteilhaftigkeit bereits in diversen Ökobilanzen unter Beweis gestellt haben, bestand für Einwegflaschen in der Vergangenheit noch ökologischer Nachholbedarf. Durch umfangreiche Investitionen in moderne Produktionsund Abfüllanlagen, Materialeinsparungen und gestiegene Rezyklatanteile in der Flaschenwand sowie verbesserte Logistik hat sich die Ökobilanz von Einwegflaschen erheblich verbessert.

5. Warenschutz

Eine Verpackung dient in erster Linie dem Schutz des Gutes in derselben. Weggeworfene Lebensmittel wirken sich gravierend negativ auf die Umwelt aus. Kunststoffartikel leisten in diesem Zusammenhang einen sehr wichtigen Beitrag dazu, dass Lebensmittelverluste gering bleiben. Sie schützen vielfältig vor vorzeitigem Verderb und vor Transportschäden. Ein Drittel aller auf der Welt produzierten Lebensmittel geht vor dem Verzehr verloren, wird zu Abfall. Auch in Deutschland betragen die Lebensmittelverluste ca. 11 Millionen Tonnen pro Jahr (81,6 Kilogramm pro Einwohner), davon über 60 % in den Privathaushalten (Quelle: Universität Stuttgart 2012). Die Verhinderung von Lebensmittelverlusten in der Kette von der Agrarwirtschaft bis zum Verzehr stellt eine hohe technische, ökonomische und vor allem gesellschaftspolitische Herausforderung dar, zu der die Kunststoffverpackungsindustrie als größte Verpackungsbranche einen wichtigen Beitrag leistet. Hinsichtlich des besseren Schutzes von Lebensmitteln bringen IK-Mitgliedsfirmen – auch in Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Instituten und Lieferanten bzw. Kunden – Verpackungsinnovationen hervor, die einen optimalen Schutz des Lebensmittels, eine längere Haltbarkeit und bessere Convenience für den Verbraucher, wie zum Beispiel einfache Wiederverschließbarkeit, miteinander verbinden. Kunststoffverpackungen können hervorragend den Verbraucherbedürfnissen angepasst werden, die sich aus dem demografischen Wandel oder durch veränderte Lebensweisen ergeben, wie zum Beipiel Außer-Haus-Verzehr, mehr Portionsverpackungen oder Easy-Opening-Features. Sie leisten auch auf diese Weise einen konkreten Beitrag, Lebensmittelverluste zu vermeiden. Ausgehend von der hohen gesellschaftspolitischen Herausforderung der Vermeidung bzw. Minimierung von Lebensmittelverlusten ist die IK der Initiative SAVE FOOD als Fördermitglied beigetreten und unterstützt zum Beispiel Ausstellungen und Konferenzen, die sich dem Problem des Verderbs und der Vernichtung von Lebensmitteln widmen.

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