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Kunststoffindustrie

Die Top-10 der Nachhaltigkeitsziele bei Kunststoffen

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Firmen zum Thema

10. Compliance und Unternehmensethik

Ethisches Geschäftsgebaren, wie die Beachtung des freien Wettbewerbs und der Arbeiterrechte stellen für die meisten Unternehmer eine Selbstverständlichkeit dar. Dennoch ist es wichtig sowohl im In- als auch im Ausland sowie auch die Zulieferer für diese Themen noch stärker zu sensibilisieren. So trägt die Unternehmensführung beispielsweise die Verantwortung dafür, dass international tätige Vertriebsmitarbeiter ausreichend im Umgang mit Korruption geschult sind und dass auch bei Zulieferern aus Ländern mit geringer staatlicher Kontrolle die grundlegenden Menschen- und Arbeiterrechte beachtet werden. Deswegen verabschieden immer mehr Unternehmen auf freiwilliger Basis Verhaltenskodizes (Codes of Conduct), in denen ethische Handlungsgrundsätze für die Unternehmensführung und ihre Mitarbeiter fest geschrieben werden. Die Unterzeichnung solcher Verhaltenskodizes wird oftmals auch von den Geschäftspartnern erwartet. Der Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e.V. (GKV) als Dachverband der deutschen kunststoffverarbeitenden Industrie hat vor diesem Hintergrund für die Unternehmen einen Branchenkodex entwickelt, an dem die IK als größter Trägerverband des GKV maßgeblich mitgearbeitet hat. Neben kartell- und wettbewerbsrechtlichen Vorgaben enthält dieser Code of Conduct globale Richtlinien, wie zum Beispiel zu Menschenrechten, Kinder- und Zwangsarbeit, Gesundheit und Arbeitsschutz, Umwelt sowie weitere ethische und soziale Grundsätze. Die Geschäftsführung der Mitgliedsunternehmen verpflichtet sich durch die Unterzeichnung des Verhaltenskodexes auch zur adäquaten Information und Aufsicht ihrer Mitarbeiter hinsichtlich seiner Einhaltung.

Die IK empfiehlt ihren Mitgliedsunternehmen, sich dem GKVV-erhaltenskodizes anzuschließen und auch ihre Lieferanten zur Einhaltung dieser ethischen Grundsätze zu verpflichten. Die Compliance-Richtlinien dieses Kodexes in den Bereichen Kartell- und Wettbewerbsrecht unterstützen die teilnehmenden Unternehmen auch bei der Verbesserung ihrer Haftungsrisiken Diese Risiken, die Unternehmen durch unterlassene oder unzureichende Compliance-Maßnahmen eingehen, sind vielfältig und werden oftmals unterschätzt. Sie reichen von Imageschäden über existenzbedrohende Schadensersatzforderungen bis hin zu strafrechtlichen Konsequenzen. Der GKV-Verhaltenskodex entspricht mit seinen Richtlinien und Compliance-Vorgaben internationalen Standards und hat damit alle Voraussetzungen, um von Kunden und Lieferanten der IK-Mitgliedsunternehmen anerkannt zu werden.

Fazit und Ausblick sowie strategische Zielpunkte

Der Schwerpunkt unserer bisherigen systematischen Beschäftigung mit nachhaltiger Entwicklung lag in der Analyse der wichtigsten Herausforderungen, Chancen und Risiken der Kunststoffverpackungsindustrie in Deutschland. Wir haben zehn Kernbereiche identifiziert, von denen wir annehmen, dass sie mittel- bis langfristig von hoher Bedeutung für die Entwicklung unseren Wirtschaftszweigs sein werden: Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft, Klimaschutz und Energieeffizienz, Schutz der Meere vor Kunststoffabfällen, Produktökobilanzen und Eco Design, Schutz der Ware, Arbeitsschutz und Gefahrgutverpackungen, Verbraucherschutz, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit, Langfristige Sicherung des Fachkräftebedarfs sowie Compliance und Unternehmenskultur.

Unser Ziel für die nächsten zwei Jahre liegt in der Weiterentwicklung der Handlungsstrategien in den zehn Kernbereichen und ihre Umsetzung in konkrete Maßnahmen. Zu ausgewählten Schwerpunktthemen, wie beispielsweise Marine Litter, wollen wir mittels gezielter Stakeholder-Dialoge Lösungsansätze erarbeiten. In den Bereichen, in denen es möglich und sinnvoll erscheint, wollen wir zudem konkrete Ziele und weitere messbare Indikatoren entwickeln.

Eine weitere Aufgabe sehen wir in der internen Kommunikation und Sensibilisierung unserer Mitgliedsunternehmen für nachhaltige Entwicklung. In diesem Zusammenhang möchten wir auch die Beteiligung am freiwilligen Berichtssystem für die Leistungsindikatoren kontinuierlich steigern. MM

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