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In Versuchen wurde durch diese Methode 3% der Energie und 14% der Zykluszeit eingespart. Gegen diesen einfachen und pragmatischen Ansatz können auch die kompliziertesten Bahnkurvenberechnungen keine Vorteile bieten, weil die Antriebe für das Einhalten der für die Bahnkurven erforderlichen Geschwindigkeiten ständig Energie zum Nachregeln benötigen. In Bezug auf die Optimierung von Handlingbewegungen und insbesondere der Zykluszeit bringt diese sehr einfache Methode einen großen Nutzen. In Bezug auf den Energieverbrauch ist sie, bedingt durch die geringe bewegte Masse, wohl eher unbedeutend.
Pneumatische Greifer sind leichter als elektrische Greifer
Wichtig ist in der Montagetechnik neben dem Bewegen auch das Greifen der Bauteile. Ein pneumatischer Greifer benötigt Energie zum Schließen und zum Öffnen. Durch die geringen Hübe ist die Energieaufnahme dafür jedoch sehr gering. Zudem besitzt Pneumatik bekanntlich eine sehr hohe Energiedichte, weshalb pneumatische Greifer, bei gleicher Greifkraft, meist um Faktoren leichter sind als elektrische Greifer. Dies führt wiederum zu kleineren Bewegungsmodulen (X,Y,Z) und dadurch zu einem geringeren Energieverbrauch beim Einsatz pneumatischer Greifer.
Elektrische Servogreifer benötigen Energie zum Halten von Teilen. Teilweise wird der Energieverbrauch und vor allem die damit verbundene Erwärmung der Greifer durch Stromabsenkung beim Halten der Teile reduziert. Dennoch ist eine ständige Stromzufuhr erforderlich. Elektrische Servogreifer machen in Bezug auf den Energieverbrauch sicher keinen Sinn. Dennoch finden sie durch ihre positiven Eigenschaften wie Flexibilität und Steigerung der Prozesssicherheit immer breitere Einsatzfelder.
Elektrogreifer – verfügbare Greifkräfte sind noch sehr bescheiden
Elektrisch schaltende Greifer sind teilweise mit Magnethaltekraft in den Endlagen verfügbar. Die verfügbaren Greifkräfte sind zwar noch sehr bescheiden, entwickeln sich aber mit einem positiven Trend zu brauchbaren Werten. Elektrisch schaltende Greifer machen durch das höhere Gewicht aber nur dann Sinn, wenn dadurch die Pneumatik komplett aus einer Anlage verschwindet. Die hohe Energiedichte der Pneumatik hat bei kleinen kraftvollen Bewegungen eben durchaus noch Ihre Bedeutung.
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