Lithium-Ionen-Batterien Großbatteriespeicher Lessy nimmt kommerziellen Betrieb auf
Der im Rahmen des Forschungsprojekts Lithium-Elektrizitäts-Speicher-System, kurz Lessy, entwickelte Großbatteriespeicher hat seinen kommerziellen Betrieb im Steag-Kraftwerk Völklingen-Fenne aufgenommen. Damit konnten die Forscher einen großen Erfolg für die Energiewende feiern, wie das Unternehmen mitteilt.
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Die Funktion von Lessy besteht darin, als Puffer zu agieren, wenn mehr beziehungsweise weniger Energie erzeugt als verbraucht wird, wie es weiter heißt. Der in einem Seecontainer untergebrachte Speicher trage so zur Netzstabilisierung bei: Er sei dafür ausgelegt, innerhalb von wenigen Sekunden eine Leistung von 1 MW zu speichern beziehungsweise abzugeben.
Großbatteriespeicher Lessy arbeitet besser als erwartet
Lessy besitze eine Speicherkapazität von 670 kWh, dies entspricht dem Stromverbrauch eines durchschnittlichen Dreipersonenhaushaltes in zwei Monaten. Um eine Erlaubnis zur Marktteilnahme – die so genannte Präqualifikation – zu erhalten, musste laut Steagg nachgewiesen werden, dass die Anlage die für Primärregelleistung geltenden Anforderungen vollständig erfüllt. Durch Messungen sei zudem gezeigt worden, dass der Lessy-Speicher auf sprunghafte Leistungsvorgaben schneller und genauer reagieren könne als gefordert. Im Auftrag der Projektpartner hatten Mitarbeiter des Steag Technischen Service einen Großteil der Montagearbeiten übernommen und werden zukünftig auch für den Betrieb von Lessy verantwortlich sein, wie das Unternehmen berichtet.
Steag-Projektleiter Christian Breuer erläutert: „Lessy ist damit bundesweit einer der ersten Lithium-Ionen-Batteriespeicher, der für die Netzstabilisierung zugelassen wurde.“ Nach Zulassung durch den Übertragungsnetzbetreiber Amprion biete Steag den Lessy-Speicher nun am Markt für Primärregelleistung, eine von den Übertragungsnetzbetreibern wöchentlich ausgeschriebene Dienstleistung zur Stabilisierung des Stromnetzes, an.
Energieversorgung der Zukunft wird Großbatteriespeicher wie Lessy benötigen
„Batterien werden sicher nicht das Allheilmittel für die diskontinuierliche Erzeugung der erneuerbaren Energien sein, aber sie werden im Energieversorgungssystem der Zukunft eine wichtige Rolle spielen“, erwartet Breuer. Durch das Engagement von Steag im Bereich des Lessy-Batteriespeichers könnten Möglichkeiten und Grenzen gut abgeschätzt werden. „Unter anderem ist der Regelleistungsmarkt ein besonders interessantes Einsatzgebiet“, sagt Breuer weiter. Vor diesem Hintergrund werde sich Steag auch in Zukunft weiter mit der Batterietechnik beschäftigen.
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