Schaeffler FAG Stiftung Hauptpreis des Innovation Award 2017 an Dissertation zu „False Brinelling“

Redakteur: Stefanie Michel

Für ihre zukunftsweisenden und Maßstäbe setzenden Arbeiten hat die Schaeffler-FAG-Stiftung sechs Nachwuchswissenschaftler mit dem Innovation Award 2017 ausgezeichnet. Den 1. Preis und 7000 Euro erhielt Christian Schadow mit seiner Dissertation „Stillstehende fettgeschmierte Wälzlager unter dynamischer Beanspruchung“.

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Sechs Nachwuchswissenschaftler wurden mit dem Innovation Award 2017 der Schaeffler FAG Stiftung für ihre herausragenden Arbeiten ausgezeichnet. Von links: Dr. Stefan Spindler, B.Sc. Felix Ballendat, Dr.-Ing. Christian Schadow, Prof. Dr.-Ing. Peter Gutzmer, M.Sc. Tobias Schirra, Dr.-Ing. Yves Gemeinder, Dr.-Ing. Timo Kiekbusch, M.Sc. Michael Jüttner und Andreas Hamann.
Sechs Nachwuchswissenschaftler wurden mit dem Innovation Award 2017 der Schaeffler FAG Stiftung für ihre herausragenden Arbeiten ausgezeichnet. Von links: Dr. Stefan Spindler, B.Sc. Felix Ballendat, Dr.-Ing. Christian Schadow, Prof. Dr.-Ing. Peter Gutzmer, M.Sc. Tobias Schirra, Dr.-Ing. Yves Gemeinder, Dr.-Ing. Timo Kiekbusch, M.Sc. Michael Jüttner und Andreas Hamann.
(Bild: Schaeffler)

Antriebstechnik – mi. Die Preise wurden verliehen in den Kategorien „Promotion“ sowie „Diplom-, Bachelor- und Masterarbeiten“. In einer Feierstunde in Schweinfurt überreichten Prof. Dr.-Ing. Peter Gutzmer, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands und Vorstand Technologie der Schaeffler AG, Dr. Stefan Spindler, Vorstand Industrie der Schaeffler AG und Stiftungsvorstand sowie Andreas Hamann, Leiter Personal Europa und Vorsitzender des Stiftungsvorstands, die Auszeichnungen an die Preisträger.

Neues Standardwerk zu „False Brinelling“ geschaffen

Der Preisträger Dr.-Ing. Christian Schadow gab einen Einblick in seine Dissertation zum Thema „Stillstehende fettgeschmierte Wälzlager unter dynamischer Beanspruchung“, an der er insgesamt sechs Jahre arbeitete und für die er den 1. Preis und 7000 Euro erhielt. Die Fachleute sind sich einig, dass er mit seiner Arbeit ein neues Standardwerk zum Thema „False Brinelling“ geschaffen hat. Dabei handelt es sich um einen Schaden, der bei fettgeschmierten, stillstehenden und unter dynamischer Belastung stehenden Wälzlagern auftreten kann. Bei Radlagern zeigt sich dieser Schaden beispielsweise während des Transports von Kraftfahrzeugen auf Zügen oder Schiffen, bei Windkraftanlagen kann er in den Blattlagerungen auftreten. Schadow hat verschiedene Belastungsszenarien, viele unterschiedliche Schmierstoffe und auch Keramik-Wälzlager untersucht und eine Lebensdauerminderung von so geschädigten Lagern nachgewiesen.

„UrmO“: Das Start-up zur Bachelorarbeit

Felix Ballendat stellte seine Bachelorarbeit zum Thema „Entwicklung und Auslegung eines Rades mit integriertem Kugellager aus kohlefaserverstärktem Kunststoff für ein elektrisches Kleinstfahrzeug“ vor. Das Ergebnis heißt „UrmO“, abgeleitet von Urban Mobility: Ein kleines Elektrofahrzeug, das 20 km weit fährt, 15 km/h schnell ist und dabei nur 6,5 kg wiegt. „Dank seines zum Patent eingereichten Klappmechanismus und der kurzen Ladezeit ist der „UrmO“ immer dabei und erlaubt dem Nutzer, kurze Wege im Alltag effizient zurückzulegen. Auch in Kombination mit anderen Verkehrsmitteln, wie beispielsweise den öffentlichen Verkehrsmitteln“, so Ballendat, dessen Start-up-Unternehmen bereits elf Mitarbeiter zählt.

Preisträger in den Kategorien „Promotion“ und „Diplom-, Bachelor- und Masterarbeiten“

In der Kategorie „Promotion“ ging der 2. Preis mit 5000 Euro an Dr.-Ing. Yves Gemeinder für seine Arbeit zum Thema „Lagerimpendanz und Lagerschädigung bei Stromdurchgang in umrichtergespeisten elektrischen Maschinen“. Dr.-Ing. Timo Kiekbusch erhielt den 3. Preis mit 3000 Euro; er befasste sich mit „Strategien zur dynamischen Simulation von Wälzlagern“.

In der Kategorie „Diplom-, Bachelor- und Masterarbeiten“ erhielten neben Felix Ballendat auch die weiteren beiden Preisträger für ihre hervorragenden Arbeiten jeweils 2000 Euro. M.Sc. Michael Jüttner untersuchte „Rotorblattlagerung von Windenergieanlagen mit Individual Pitch Control“, während sich M.Sc. Tobias Schirra mit der „Entwicklung eines Prüfstandskonzepts zur Untersuchung von stromdurchflossenen Wälzlagern“ auseinandersetzte.

Schaeffler-FAG-Stiftung als Motor für Wissenstransfer

Seit ihrer Gründung im Jahr 1983 hat die Schaeffler FAG Stiftung mehr als 1 Mio. Euro an Fördergeldern ausgeschüttet. Der vorsitzende Stiftungsvorstand Andreas Hamann ging auch auf den Stiftungszweck ein: „Die Stiftung ist Motor für Wissen, Wissenstransfer und die Entwicklung von Potenzialen. Wir fördern Innovation und wettbewerbsfähige Leistungen.“ Neben dem Innovation Award, der im Jahr 2017 mit insgesamt 21.000 Euro dotiert war, verleiht die Schaeffler-FAG-Stiftung auch den Honorary Award, der eine innovative, technische Gesamtleistung einer Fakultät würdigt. Zudem engagiert sich die Stiftung in der schulischen Förderung für naturwissenschaftlich-mathematische Projekte an Grundschulen und allen weiterführenden Schulen.

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