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Durch die Komplettbearbeitung ließen sich die Herstellkosten bei einigen Anwendungen um mehr als 40 % reduzieren. Gleichzeitig wurde die Qualität am Werkstück erheblich gesteigert, da Ausrichtvorgänge entfallen und die Zerspanung in einer Aufspannung durchgeführt werden konnte. Ein aktuelles Beispiel ist der Planetenträger mit einem Durchmesser von 1,26 m und einer Höhe von 1,1 m (Bild 5), der komplett in zwei Einspannungen gebohrt, gefräst und gedreht wird.
In der ersten Operation werden die drei Planetenbohrungen mit einer maximal zulässigen Positionsabweichung von 60 µm eingebracht. Dies erfolgt unter Einhaltung einer zulässigen Zylindrizitätstoleranz von kleiner 10 µm. Da alles in einer Aufspannung gefertigt wird, fluchten die Aufnahmebohrung und die Getriebehauptwelle zueinander.
Komplettbearbeitungszentren erhöhen Ausstoß um 40 %
Zur Verdoppelung der Produktivität wurde bei diesem Projekt eine Maschine mit zwei gleichen Arbeitsräumen eingesetzt. Alternativ gibt es auch eine Pendelschlittenmaschine, mit der ein hauptzeitparalleles Rüsten möglich ist.
In der hauseigenen Spindelfertigung der DVS-Gruppe wird seit Inbetriebnahme der Pittler-Komplettbearbeitungszentren ein 40 % höherer Ausstoß bei gleicher Produktionsfläche erzielt. Darüber hinaus haben sich die Fertigungskosten um 25 % reduziert und die Liefertreue wurde um 8 % gesteigert. Das Maschinenportfolio der zur DVS-Gruppe gehörenden Pittler T & S GmbH umfasst insgesamt Komplettbearbeitungszentren für Werkstückdurchmesser von 630 bis 5000 mm.
* Dr.-Ing. Markus Vos ist Geschäftsführer der Pittler T & S GmbH in 63128 Dietzenbach.
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