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Zerspanung

Maschinen exakt an die Kundenanforderungen anpassen

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Digitale Daten eröffnen neue Fertigungsmöglichkeiten, betont Sandvik, etwa den 3D-Druck. Solche Technologien werden die gesamte Fertigungsindustrie beeinflussen – vom Produktdesign bis hin zu den Herstellungsmethoden. Dies eröffnet der Werkzeugindustrie neue Chancen, kann aber auch eine Bedrohung für die traditionelle Art der Komponentenbearbeitung sein. Denn einige Produkte werden aufgrund der neuen Technologien entweder kaum Bearbeitung oder nur noch ein leichtes Finishing

Fachwissen wird zunehmend vernetzt

Die globale Wissensgesellschaft bewirkt nachhaltige Veränderungen im Anforderungsprofil künftiger Ingenieure und Fachkräfte. Während zahlreiche Ingenieure in Zukunft vernetzte Maschinen nutzen, entsteht parallel dazu ein ganz neues Berufsbild des Anwenders. Dieser baut neue Systeme auf und betreut sie. Ein Beruf an der Schnittstelle zwischen Maschinenbau und IT, der vor allem Ingenieuren blendende Perspektiven offenbart, die sich darauf spezialisiert haben oder großes Interesse für das Thema mitbringen.

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Dabei gilt einmal mehr, dass Fachwissen aufgrund der Globalisierung und vernetzen Märkte nicht mehr nur national, sondern immer stärker international zum Tragen kommt. Dies hat zur Folge, dass der Grad an Wissens- und Technologietransfer international stetig steigt. VDW-Geschäftsführer Schäfer gibt zu bedenken: „Die Werkzeugmaschinenindustrie muss dies fördern, die Entwicklung aber auch kritisch verfolgen, um so frühzeitig auf Gefahren wie Datenmissbrauch und Ideenklau angemessen reagieren zu können!“

Die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie muss sich in Zukunft besonders stark auf ihre Kernkompetenzen stützen. Dabei zählt vor allem das Know-how, kundenspezifische Probleme zu lösen, also dem Kunden nicht nur eine Maschine, sondern ein ganzes Paket an Dienstleistungen anzubieten, vom 24-Stunden-Service bis zur Schulung der Mitarbeiter.

Globale Wissensnutzung erfordert eine hohe Qualifikation

Auch nach Meinung von Heller beruht die erfolgreiche Positionierung des deutschen Werkzeugmaschinenbaus unter anderem auf der Qualifikation seiner Ingenieure und Facharbeiter als Basis für ein stetiges Wachstum. Dabei kommt es besonders auf die Nachwuchsgewinnung durch eigene Ausbildung an, im Schulterschluss mit Ausbildungseinrichtungen, Berufsschulen und Partnerhochschulen.

Zudem werden gemeinsam mit verschiedenen Hochschulen duale Studien in den Fachrichtungen Wirtschaftsinformatik und Maschinenbau sowie in speziell gestalteten fünfjährigen Ausbildungsgängen der Abschluss zum Bachelor of Engineering Mechatronik angeboten. Der Sicherung des Ingenieurnachwuchses dient die enge Zusammenarbeit mit Fachhochschulen und Universitäten, unter anderem durch die Vergabe von Firmenpraktika, Bachelor- und Masterarbeiten.

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