Greifer Mühelos ein großes Spektrum an Werkstücken handhaben

Autor / Redakteur: Horst Stegmüller / Mag. Victoria Sonnenberg

Mit einer Zykluszeit von 10 s pro Werkstück handhabt eine Sortieranlage bei einem großen deutschen Möbelhersteller ein buntes Portfolio an Werkstücken. Eine Software sorgt dabei für die bestmögliche Ausnutzung der vorhandenen Boxenkapazitäten.

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Der Doppelgreifer beim Greifen eines Ovalrohres.
Der Doppelgreifer beim Greifen eines Ovalrohres.
(Bild: Zimmer Group)

Die Unirobot Maschinen + Service GmbH aus Schwalmtal-Waldniel ist ein mittelständisches Maschinenbauunternehmen, das sich auf die Entwicklung und Fertigung von individuellen Sonderlösungen spezialisiert hat. Das Fertigungsprogramm reicht von Schweißroboterzellen mit kundenspezifischen Positioniereinheiten bis hin zu Linearhandlingsystemen bis 500 kg Tragkraft. Es umfasst zudem kundenspezifische Systemlösungen für Logistikanlagen, zu denen beispielsweise servogesteuerte Kartongreifer und Anlagen zum Stapeln von Wellpappenkartons gehören.

Handhabung etlicher Rohrformen

Mit seinem Systemservice bietet Unirobot seinen Kunden zudem Dienstleistungen wie die Aufrüstung von Anlagen mit neuen Komponenten, Änderungen an der Programmierung oder die Einspielung von aktuellen Softwareupdates. Für einen großen deutschen Möbelhersteller hat Unirobot eine Sortieranlage konzipiert und gebaut, auf der Rohrabschnitte für Tisch- und Stuhlbeine und ähnliche Anwendungen sortiert werden. Die Anlage verarbeitet mit einer Zykluszeit von 10 s pro Werkstück ein breites Spektrum an Querschnitten und Durchmessern und kann neben Rund- rohren mit Durchmessern von 12 bis 120 mm auch Rechteckrohre von 50 bis 100 mm sowie Dreikant- rohre und Ovalrohre handhaben.

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Die Rohre werden zunächst auf einer Rohr-Laserschneidanlage abgelängt, zum Teil mit komplexer Schnittkontur. Die Rohrabschnitte können eine Länge von etwa 300 bis 3100 mm haben. Sie gelangen auf einen Rollenförderer, der über drei Positionserkennungen verfügt. Über diese „Vormelder“ wird die Transportgeschwindigkeit der Rohrabschnitte innerhalb eines Verzögerungsweges von 70 mm gezielt reduziert. Eine spezielle Logik sorgt dafür, dass die unterschiedlich langen Rohrabschnitte schließlich in einer definierten Abholposition bereitliegen. Dort werden sie automatisch gegriffen und in den bereitstehenden Gitterboxen abgelegt. Die Unirobot-Software berücksichtigt dabei die Zahl der vorhandenen Gitterboxen und stapelt dann die Rohrabschnitte schichtweise so aufeinander, dass die gerade vorhandene Boxenkapazität bestmöglich genutzt und der Füllgrad maximiert wird.

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