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CAD-Software Produkte schneller als die Konkurrenz entwickeln

| Autor: Stefanie Michel

Auf der PLM Europe 2019 in Berlin war gerade in den Keynotes erkennbar: Daten zu erzeugen, sie zu sinnvollen Informationen zusammenzufassen und die Modelle dahinter zu verstehen, ist ein Trend auch in der Produktentwicklung.

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Tony Hemmelgarn ist sich sicher: „Der Digital Twin ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit, um weiterhin wettbewerbsfähig zu sein.“
Tony Hemmelgarn ist sich sicher: „Der Digital Twin ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit, um weiterhin wettbewerbsfähig zu sein.“
(Bild: Stefanie Michel )

Die Produkte werden immer komplexer – die Produktentstehung ebenfalls. Tony Hemmelgarn, CEO und President von Siemens Digital Industries Software, bringt die Herausforderung auf den Punkt: Werkzeuge zu nutzen, um Produkte schneller als die Konkurrenz zu entwickeln. Im Zentrum stehen dafür ein PLM für die Ablage und Struktur der Daten sowie der digitale Zwilling.

Siemens spricht von einem „Comprehensive Digital Twin“, also einem umfassenden digitalen Zwilling, der die Konstruktion, die Produktionsplanung, die Produktion und das Produkt selbst umfasst. Hemmelgarn: „Der Digital Twin ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit, um weiterhin wettbewerbsfähig zu sein.“ Er ist zudem mehr als lediglich das Modell eines Produktes. Er ist die Basis für die Simulation von virtuellen Systemen und virtuellen Sensoren, mit ihm lassen sich auch in der realen Welt Optimierungen durchführen.

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Die Welt der digitalen Daten sorgt allerdings auch dafür, dass schnell der Eindruck von unüberschaubarer Information entsteht. Hemmelgarn spricht von „zu viel Information, aber nicht genug Information“. Deshalb war für Siemens die Übernahme von Mendix strategisch sehr wichtig, denn diese Low-Code-Plattform kann dem Anwender reale und digitale Daten systemunabhängig zur Verfügung stellen. Urban August, CEO Germany von Siemens Digital Industries Software, erklärte, dass für Unternehmen die Geschwindigkeit für den Erfolg verantwortlich ist. Das lässt sich nur mit immer früherer Simulation im Produktentstehungsprozess erreichen, aber auch mit Systemen wie Mendix, die sich schnell und ohne Programmierkenntnisse nutzen lassen.

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Über den Autor

 Stefanie Michel

Stefanie Michel

Journalist, MM MaschinenMarkt