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Risikobeurteilung ist Grundlage für sicherheitstechnische Aktionen

| Autor/ Redakteur: Stephan Hagedorn / Reinhold Schäfer

Die Risikobeurteilung einer Maschine fungiert nicht nur als rechtlicher Nachweis, dass der Maschinenbauer die Anforderungen der Maschinenrichtlinie eingehalten hat. Sie ist Ausgangspunkt des Sicherheitslebenszyklus sowie die Grundlage für alle Tätigkeiten wie die Erstellung der Pflichtenhefte für die funktionale Sicherheit.

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Der Sicherheitslebenszyklus bildet die einzelnen Phasen zum Erreichen der funktionalen Sicherheit ab.
Der Sicherheitslebenszyklus bildet die einzelnen Phasen zum Erreichen der funktionalen Sicherheit ab.
(Bild: Phoenix Contact)

Warum eine Risikobeurteilung für Maschinen grundsätzlich durchgeführt werden muss, ist den meisten Maschinenbauern bekannt. Die europäische Richtlinie 2006/42/EG, kurz Maschinenrichtlinie genannt, verlangt dies. Doch wenn die Mitarbeiter des Safety Service von Phoenix Contact Maschinenbauer im Zuge der Safety-Dienstleistungen bei einer Risikobeurteilung unterstützen, sind die Anwender oftmals vom Umfang und Detaillierungsgrad des mitgebrachten Vorlagedokuments überrascht. Nach der ersten Durchsicht und Erläuterung der Unterlagen wird häufig die Frage der Notwendigkeit gestellt. Außerdem ist vielen Maschinenbauern nicht klar, woher die erforderlichen Inhalte der Beurteilung stammen.

Maschinennutzer dürfen keinem Risiko für Leib und Leben ausgesetzt sein

Der Maschinenbauer muss also etwas Zeit und Geld investieren, obwohl die Erfordernis für ihn nicht immer ersichtlich ist. Die Risikobeurteilung erweist sich jedoch vor dem Hintergrund als wichtig, weil bei der Konstruktion von Maschinen grundlegende Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen erfüllt werden müssen.

Bildergalerie

Eine Maschine muss so in den Verkehr gebracht werden, dass sie sicher ist. Der Personenkreis, der sie nutzt, darf keinem erhöhten Risiko für Leib und Leben ausgesetzt sein. Auf diese Weise werden Unfälle, Schäden oder Stillstandszeiten vermieden. Darüber hinaus minimieren sich die Kosten, die dem Hersteller durch eine Nachbesserung, den Austausch von Maschinenteilen oder Schadensersatzansprüche entstehen (Bild 1 – siehe Bildergalerie).

Maschinenrichtlinie beschreibt Ablauf der Risikobeurteilung

Es stellt sich somit die Frage, wie eine Risikobeurteilung umzusetzen und korrekt zu dokumentieren ist. Die Maschinenrichtlinie beschreibt einen Ablauf, der bei den entsprechenden Aktivitäten verwendet werden soll.

Im ersten Schritt gilt es, die Grenzen der Maschine zu bestimmen. Anschließend sind alle Gefährdungen, die von der Maschine ausgehen, zu ermitteln. Sie werden dann anhand von Faktoren wie der Schwere der Verletzung bewertet.

Mit der Abschätzung soll der Anwender beurteilen können, ob eine Risikominderung notwendig ist. Um eine solche Risikominderung zu erreichen, müssen anschließend Schutzmaßnahmen definiert werden. Was genau in den einzelnen Schritten zu tun ist, erläutert die Maschinenrichtlinie nicht.

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