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Schock Metall Rollgeformte Teleskopschienen: Leichtlauf im Geschirrspüler

| Autor / Redakteur: Daniel Hoefer / M.A. Frauke Finus

Im Haushalt spürt man die Qualität der weißen Ware oft in der Haptik, zum Beispiel beim Herausziehen der Spülmaschinenkörbe. Namhafte Geschirrspülmaschinenhersteller setzen deshalb auf Teleskopschienen vom Rollformspezialisten Schock Metall.

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Auf der IFA 2014 in Berlin hat Schock Metall erstmals einen Geschirrspüler mit kugelgelagerten Teleskopschienen auf drei Ebenen vorgestellt. Alle Führungen erhielten vom Gerätehersteller das Prädikat „Leichtlaufauszug“. Die von Schock entwickelte und patentierte Clean-Slide-Selbstreinigung gewährleistet eine dauerhafte Funktion ohne Wartung.
Auf der IFA 2014 in Berlin hat Schock Metall erstmals einen Geschirrspüler mit kugelgelagerten Teleskopschienen auf drei Ebenen vorgestellt. Alle Führungen erhielten vom Gerätehersteller das Prädikat „Leichtlaufauszug“. Die von Schock entwickelte und patentierte Clean-Slide-Selbstreinigung gewährleistet eine dauerhafte Funktion ohne Wartung.
(Bild: Schock Metall )

Seit vielen Jahren schon ist Schock  Metall aus Urbach für innovative Auszugstechnik bekannt. Basis für die hochwertigen Charakteristika der Schock Kugelführungen ist die angewandte Fertigungstechnologie des Walzprofilierens. Schock hat dieses Umformverfahren als Kernkompetenz weiterentwickelt, mit extrem engen Toleranzen und vielfältigen integrierten Prozessen.

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Vor mehr als 15 Jahren entwickelte Schock Metall die erste rollgeformte Teleskopschiene für den Oberkorb im Geschirrspüler und liefert diese seitdem an namhafte Hersteller von Premiumgeräten. Auf der IFA 2014 wurde das erste für breite Käuferschichten erschwingliche Gerät mit Teleskopschienen auf drei Ebenen vorgestellt. Seitdem boomt der Markt und viele Gerätehersteller zogen mit leichtlaufenden, seitenstabilen und selbstreinigenden Geschirrspüler-Auszügen aus dem Hause Schock nach.

Für einen großen, international tätigen Hersteller von Geschirrspülmaschinen entwickelte der Rollformspezialist jetzt eine neue Edelstahl-Teleskopschiene. Entscheidend für die Projektvergabe waren nach Auskunft von Thomas Kirn, Leiter Vertrieb und Prokurist bei Schock Metall, die Erfahrungen mit den bislang eingesetzten Auszügen sowie innovative Ideen: Das Wettbewerbsprodukt führte aufgrund mehrerer Schwachstellen zu erheblichen Feldausfällen. Der Kunde benötigte einen Lieferanten, der in der Lage war, neue Lösungen hinsichtlich der Laufqualität und der Anbindungsstrategie im Gerät einzubringen sowie den Entwicklungsprozess bis zur Serienproduktion in der vom Markt geforderten Zeitspanne zu gestalten.

Null-Leckage-Betrieb in der Anwendung

Die neue Teleskopschiene basiert auf den von Schock entwickelten Technologien Clean Slide und Air Motion. Ersteres steht für eine patentierte Selbstreinigung mit gestanzten Durchspüllöchern in den Schienenprofilen. Zweiteres bezeichnet einen außerordentlich leichten und ruhigen Lauf mit extrem reduzierten Käfigkorrekturkräften. Diese sind funktionsentscheidend für die bestmögliche Rückstellung der Führungen beim Einschieben der Körbe in das Gerät, denn nur im vollständig eingeschobenen Zustand lässt sich die Türe vollständig und sicher schließen.

„Neu sind auch die 2K-Kunststoffhalter zur Anbindung an die Seitenwand im Geschirrspüler. Dabei sind die Dichtelemente unverlierbar in die Kunststoffhalter integriert. So können die Dichtungen beim Transport nicht herausfallen, was eine Null-Fehler-Produktion in der Montage und einen Null-Leckage-Betrieb in der Anwendung bedeutet“, erklärt Thomas Kirn. Auch das Einhängesystem zur Montage der Körbe wurde im Co-Engineering mit dem Kunden entwickelt. Die dafür vorgesehenen Schnittstellen werden mit der von Schock angewendeten Stanztechnik simultan mit den Durchspüllöchern im Rollform-Prozess ausgeformt. Um Verletzungsgefahren beim Anwender zu reduzieren, werden die praktisch gratfrei gefertigten Profile der herausfahrenden Innenschiene am vorderen Ende zusätzlich bearbeitet. Je nach Kundenwunsch wendet der Rollformspezialist unterschiedliche Verfahren an, vom Prägen oder Bürsten bis hin zum mechanischen Schutz durch aufgesteckte Kunststoffteile.

Ideengeber und Engineering-Partner für das individuelle Führungssystem

Alle in Hausgeräten verwendeten Komponenten sind lebensmittelecht und verfügen über die entsprechenden Zulassungen für den europäischen und amerikanischen Markt. Je nach Kundenanforderung bezüglich Korrosionsschutz und Optik setzt Schock Metall verschiedene Edelstähle sowie feuerverzinkte Stähle mit oder ohne zusätzlicher Oberflächenveredelung ein. „Wir sehen uns nicht nur in dieser Branche, sondern auch in unseren Geschäftsfeldern Living, Automotive und Industrie als Ideengeber und Engineering-Partner. Bei uns bekommt jeder Kunde sein individuelles Führungssystem“, so Thomas Kirn. „Wesentliche Elemente sind dabei die gemeinsam definierte Anbindungsstrategie sowie integrierte Komfortfunktionen. Die Konfiguration der Laufeigenschaften bis hin zur Geräuschentwicklung im Projekt ist dabei gewiss eines unserer Alleinstellungsmerkmale.“

Schock Metall auf der Blechexpo 2017: Halle 4, Stand 4411

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