Harzinjektion RTM-Verfahren bringt Rennwagen-Sicherheit auf die Straße

Autor / Redakteur: Bob Griffiths / Jürgen Schreier

Das Harzinjektionsverfahren (RTM-Verfahren) ermöglicht die Serienfertigung einer CFK-Fahrgastzelle für ein neues Super-Auto. Basis dafür sind CFK-Strukturen.

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Bekannt ist die britische McLaren Racing Ltd., Woking, für ihre siegreichen Formel-1-Rennwagen. McLaren war der erste Rennwagen-Konstrukteur, der CFK in Formel-1-Wagen nutzte; inzwischen haben alle F1-Teams diese Strategie übernommen. Die Firma kann in der Tat behaupten, der einzige Hersteller zu sein, der nie irgendwas anderes für die Hauptstrukturen seiner Autos verwendet hat.

McLaren-Zellentechnik wird in Straßenfahrzeug transferiert

McLarens bahnbrechendes Konzept einer festen, CFK-verstärkten und durch andere energieabsorbierende Strukturen geschützten Fahrgastzelle hat eine massive Verbesserung der Rennpilotensicherheit in den vergangenen zwei Jahrzehnten eingeleitet.

Das Schwesterunternehmen von McLaren Racing, McLaren Automotive Ltd., hat inzwischen diese Zellentechnik auf das Fahrzeug MP4-12C übertragen, den ersten Prototypen einer exotischen Modellfamilie. Obwohl dieses Modell von einer anderen Unternehmenssparte hergestellt wird, befinden sich die beiden Fertigungslinien für Renn- und Serienwagen im gleichen Gebäude: dem McLaren Technology Centre. So kommt es zwangsläufig, einer gegenseitigen Befruchtung.

Das Modell MP4-12C soll in einer für ein Super-Auto sehr hohen Stückzahl von 4000 pro Jahr hergestellt werden. Gezwungenermaßen war eine für die Serienproduktion geeignete Auslegung der Verbundstoffstrukturen erforderlich. Folglich wandten sich die Gedanken bei McLaren wieder in Richtung Raumfahrttechnik, zu den autoklavierten Prepregs, wie sie seit jeher in der Rennsparte und bei vielen der Konkurrenten benutzt werden.

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