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Elektroband wurde von Thyssen-Krupp speziell angepasst
So floss in den PowerCore SunCruiser gleich doppelte Expertise ein: Das rund 40-köpfige Studententeam simulierte zunächst am hauseigenen Prüfstand, wie das Herzstück des Autos auszusehen hat – mit Know-how aus den vergangenen fünf Solar-Car-Generationen. Eine maßgeschneiderte Zutat liefert Thyssen-Krupp Steel Europe: „Wir haben die Dicke unseres Elektrobands mit 0,3 mm speziell angepasst. Auch die Legierung des Werkstoffs und den Glühprozess bei der Herstellung haben wir verändert“, so Tietz.
Entstanden ist ein Elektroband, mit dessen Hilfe die gewonnene Sonnenenergie sehr effizient genutzt werden kann – mit geringen Ummagnetisierungsverlusten. Von nicht reflektierenden Solarzellen auf dem Dach fließt der natürliche Antriebsstoff direkt in den Motor, bei starkem Sonnenschein in die Batterie. „Der Antrieb erzielt die gewünschten mechanischen und elektrischen Eigenschaften“, erklärt Elektromobilität-Student Benjamin Geiger, der schon bei der Weltumrundung 2012 mit dem Vorläufermodell Solar-World GT dabei war.
Projekt ist Beitrag zur Weiterentwicklung von Elektroband in Fahrzeugen
Beim gemeinsamen Projekt beweisen die Partner Weitblick: „Das Projekt soll einen Beitrag zur Weiterentwicklung von Elektroband für die zielgenaue Anwendung in Fahrzeugen leisten – unter Berücksichtigung des jeweiligen Einsatzortes und Maschinendesign bei unterschiedlichen Fahrzyklen“, erklärt Tietz. „Die Forschungsergebnisse rund um das Solarmobil können wir ideal nutzen, um uns im Bereich Elektromobilität noch besser aufzustellen.“
Im E-Mobility Center Drives, einem Forschungs- und Testlabor des Unternehmens in Bochum, verwerten die Stahl-Fachleute das gewonnene Wissen direkt. Auch Solar-Car-Teammitglied Spychalski von der Hochschule Bochum weiß aus Erfahrung: „Autos, die nur mit der Sonne als einziger Energiequelle auskommen müssen, machen erfinderisch. So kommen wir dem Autobau der Zukunft einen großen Schritt näher, was zum Beispiel Leichtbau und Energieeffizienz angeht.“
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