Serienfertigung Rundtisch, Transferzentrum oder CNC-Einheit?

Autor / Redakteur: Nikolaus Fecht / Jürgen Schreier

Für Werkzeugmaschinenbauer ist es immer wieder eine Auslegungssache der besonderen Art, wenn Hersteller die optimale Lösung für eine Serienfertigung suchen. Infrage kommen unter anderem Rundtischanlagen, Transferzentren oder CNC-Einheiten. Die EMO Hannover 2013 bietet dazu eine Fülle von Lösungen.

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Transferzentren bieten eine hohe Produktivität durch die Mehrspindligkeit mit der Flexibilität der verfahrbaren Vorrichtung an.
Transferzentren bieten eine hohe Produktivität durch die Mehrspindligkeit mit der Flexibilität der verfahrbaren Vorrichtung an.
(Bild: MAG Europe)

Für Werkzeugmaschinenbauer ist es immer wieder eine Auslegungssache der besonderen Art, wenn Hersteller die optimale Lösung für eine Serienfertigung suchen. Infrage kommen unter anderem Rundtischanlagen, Transferzentren oder CNC-Einheiten. Die EMO Hannover 2013 bietet dazu eine Fülle von Lösungen – unter anderem von MAG, Göppingen, und der Schweizer Starrag Group.

Fertigungssystem sieht zwei Bauteilgenerationen

„Eine Anlage lebt 20 Jahre, das Werkstück allerdings nur sieben Jahre: Somit wird das Fertigungssystem mindestens drei Bauteilgenerationen sehen“, veranschaulicht Dr. Manfred Berger, President Automotive Europe der MAG Europe GmbH aus Göppingen, die knifflige Aufgabenstellung. Das Unternehmen bedient die Anforderungen seiner Kunden an moderne Produktionssysteme in den meisten Fällen mit agilen Fertigungssystemem auf der Basis ein- und zweispindliger CNC-Einheiten, die laut Berger „landläufig falsch als Bearbeitungszentren bezeichnet werden“.

Bei MAG dominieren nach wie vor die CNC-Einheiten mit rund 90 % des Maschinenverkaufs. Bei schwierigen Bauteilen kommen Sondermaschinen zum Einsatz. „Der Trend geht heute eindeutig in die Richtung Aluminium-Werkstück beim Pkw und damit zu leichterer Zerspanung mit CNC-Einheiten“, erklärt der MAG-Manager Berger. „Transfermaschinen setzen wir insbesondere dann ein, wenn Werkstücke aus Grauguss in sehr hohen Stückzahlen hergestellt werden sollen.“

Bei diesen Bauteilen (Losgröße größer als 600.000 pro Jahr) und Aluminium-Werkstücken (größer als 1 Mio. pro Jahr) mit begrenzter Teilevielfalt würden neben Transferstraßen auch Rundtaktmaschinen sehr effizient mit hoher Produktivität arbeiten.

Transferzentren sind flexibel und hochproduktiv

Transferzentren sind Sonderlösungen, die eine hohe Produktivität durch die Mehrspindligkeit mit der Flexibilität der verfahrbaren Vorrichtung bieten. Bohrköpfe und Vorrichtungen können einfach umgerüstet werden. Dazu Manfred Berger: „Transferzentren vereinen so die Produktivität einer Transfermaschine mit der Flexibilität einer CNC-Einheit. Sie eignen sich hervorragend für den Einsatz bei hohen Werkstückvolumina und begrenzter Teilevielfalt.“

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