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Werkzeugmaschinen Vertikalkammermaschine für die Strukturteilfertigung

| Autor / Redakteur: Wolfgang Wenzler und Manfred Lerch / Peter Königsreuther

Universell und flexibel sollen Werkzeugmaschinen heutzutage sein – beides möglichst schon in der Standardversion. Speziell im Hinblick auf die wirtschaftliche Bearbeitung von Strukturbauteilen, folgt diesem Trend jetzt eine Vertikalkammermaschine, die für den Bereich der leichten und mittlere Schnitte universell einsetzbar ist.

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Bild 1: Modular aufgebaut, kann die VKM vom Einkammerprinzip bis zum hier und in den folgenden Bildern gezeigten zweispindligen Zweikammer-Parallelbetrieb ausgelegt werden.
Bild 1: Modular aufgebaut, kann die VKM vom Einkammerprinzip bis zum hier und in den folgenden Bildern gezeigten zweispindligen Zweikammer-Parallelbetrieb ausgelegt werden.
(Bild: Wenzler)

Universalität mit wirtschaftlicher Leistung und Dynamik zu verbinden: Das hat sich das Unternehmen August Wenzler zum Ziel gesetzt. Es war die Nische von Strukturbauteilen in der Automobil- und Aerospace-Industrie, die mit einer kostenoptimierten Werkzeugmaschine besetzt werden sollte.

Deshalb definierten die Verantwortlichen beim Unternehmen Wenzler ein entsprechendes Grundkonzept für ein neues Bearbeitungszentrum.

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Dazu zählten zunächst die hohe Dynamik, ein hohes Leistungsniveau und der Betrieb über fünf Achsen. Zusätzlich sollten die neuen Maschinen aber auch kaufmännischen Aspekten gerecht werden. Das Anforderungsprofil auf diese Weise zu erfüllen, ist bislang zumindest bei der Bearbeitung von Strukturbauteilen einzigartig. Mit der neuen Vertikalkammermaschine (VKM) scheint das Unternehmen aus Spaichingen aber in der Erfolgsspur zu fahren.

Leichte und mittlere Schnittesind die Stärke der Vertikalkammermaschine

Während die am Markt angebotenen Bearbeitungszentren meist mit klar definierten Verfahrwegen und Kinematiken ein sehr großes Anwendungsspektrum abdecken, ging es den Verantwortlichen von Wenzler darum, die optimale Maschine für diese Nische zu entwickeln. Denn im Strukturbauteilebereich weisen die zu bearbeitenden Werkstücke Abmessungen von bis zu circa 1000 mm × 1000 mm auf. In den dafür notwendigen großen Verfahrwegen – verbunden mit der Logistik der Bauteile – und in der hohen Agilität der Maschine sieht das Unternehmen die Stärken des für die Vertikalkammermaschine gewählten Vertikalprinzips. Üblich ist auch, dass herkömmliche Maschinen für die Bearbeitung eines großen Werkstoffspektrums – von Aluminium bis Sphäroguss – ausgelegt sind. Das ist in dem von Wenzler gewählten Bereich nicht unbedingt notwendig. Deshalb konzentriert man sich auf leichte bis mittlere Schnitte, wobei die Maschine genau in diesem Bereich universell einsetzbar ist.

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