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Von Gefährdungsbeurteilungen und Explosionsschutzdokumenten

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Dabei ist zu bedenken, dass die Beurteilung sich auf die konkreten örtlichen und betrieblichen Verhältnisse beziehen muss. Allgemeine und pauschalisierte Aussagen sind für ein Explosionsschutzdokument nicht geeignet. Eine explosionsfähige Atmosphäre im Sinne der BetrSichV ist ein Gemisch aus Luft und brennbaren Gasen, Dämpfen, Nebeln oder Stäuben unter atmosphärischen Bedingungen, in dem sich der Verbrennungsvorgang nach erfolgter Entzündung auf das gesamte nicht verbrannte Gemisch überträgt.

Eine gefährliche explosionsfähige Atmosphäre ist eine explosionsfähige Atmosphäre, die in einer solchen Menge auftritt, dass besondere Schutzmaßnahmen für die Aufrechterhaltung des Schutzes von Sicherheit und Gesundheit der Arbeitnehmer oder Anderer erforderlich werden.

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Kleine Mengen explosionsfähiger Atmosphäre können gefährlich sein

Ein explosionsgefährdeter Bereich ist demzufolge ein Bereich, in dem gefährliche explosionsfähige Atmosphäre auftreten kann. Ein Bereich, in dem explosionsfähige Atmosphäre nicht in einer solchen Menge zu erwarten ist, dass besondere Schutzmaßnahmen erforderlich werden, gilt nicht als explosionsgefährdeter Bereich.

Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass mehr als 10 l zusammenhängende explosionsfähige Atmosphäre in geschlossenen Räumen unabhängig von der Raumgröße als gefährliche explosionsfähige Atmosphäre angesehen werden müssen. Auch kleinere Mengen können bereits gefahrdrohend sein, wenn sie sich in unmittelbarer Nähe von Menschen befinden. Auch in Räumen von weniger als etwa 100 m³ kann bereits eine kleinere Menge als 10 l gefährlich sein.

Damit es zu einer Explosion kommen kann, müssen dafür drei Komponenten wie brennbarer Stoff in fein verteilter Form, Sauerstoff und eine Zündquelle zusammenkommen. Dabei spielen die Explosionsgrenzen und die Flammpunkte der Stoffe eine entscheidende Rolle. Denn explosionsfähig ist ein Gemisch nur, wenn seine Konzentration innerhalb bestimmter stoffspezifischer Grenzen liegt. Diese Grenzen werden als untere und obere Explosionsgrenze (UEG, OEG) bezeichnet und sind in entsprechenden Tabellenwerken aufgeführt. Der Flammpunkt ist die untere Temperatur, bei der eine Flüssigkeit so viel brennbare Dämpfe zu entwickeln beginnt, dass diese bei Annäherung einer Zündquelle entflammen und bei Wegnahme der Zündquelle erlöschen.

Für die Beurteilung der Gefahr sind ferner die Glimmtemperatur, die Mindestzündenergie und die Zündtemperatur von Bedeutung. Solche Werte können aus entsprechenden Tabellenwerken oder dem Sicherheitsdatenblatt entnommen werden.

Zur Sicherstellung des Explosionsschutzes gibt es daher prinzipiell drei Ansätze:

  • Vermeidung brennbarer Stoffe in explosionsfähiger Form,
  • Inertisierung (Verdrängung des Sauerstoffes),
  • Vermeidung oder Einschluss der Zündquelle.

In diesem Zusammenhang sei nochmals darauf hingewiesen, dass mehr als 10 l zusammenhängende explosionsfähige Atmosphäre in geschlossenen Räumen unabhängig von der Raumgröße grundsätzlich als gefährliche explosionsfähige Atmosphäre angesehen werden müssen. Kleinere Mengen sind dann gefahrdrohend, wenn sie sich in unmittelbarer Nähe von Menschen befinden.

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