Beschichten

Vor dem Galvanisieren von Sinterteilen alle Poren schließen

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Um diesem Prozess der Flüssigkeitsaufnahme entgegenzuwirken, wird das Netzwerk aus Poren vor dem Beschichten mit Kunstharz oder ähnlichen Stoffen verschlossen. Dieses Verfahren wird als Imprägnieren bezeichnet und hat seinen Ursprung in der Gussindustrie. Die dabei verwendeten Verfahren wurden im Zuge des immer mehr aufkommenden Bedarfs analog auch für die Imprägnierung von Sinterwerkstoffen verwendet. Der bisherige Erfolg beim Imprägnieren von Sinterbauteilen, die anschließend eine Oberflächenveredelung erhalten, ist jedoch nur gering und wechselhaft.

Konventionelles Imprägnieren für Sintermetalle ungeeignet

Die Untersuchungen der Holzapfel Group zeigen klar, dass bei Anwendung konventioneller Verfahren zur Imprägnierung von Sinterwerkstoffen etwa 3 bis 5 % der Poren nicht gefüllt werden. Diese Poren sind im Randbereich der Bauteile konzentriert (Bild 3).

Der ungefüllte Randsaum ist etwa 200 bis 400 μm breit und erklärt die schlechten Ergebnisse bei der Veredelung von konventionell imprägnierten Sinterwerkstoffen, vor allem bei der Veredelung mittels alkalischer Legierungsverfahren, zum Beispiel zur Zink-Eisen- und Zink-Nickel-Beschichtung.

Daraufhin wurde das Augenmerk auf die Untersuchung des Imprägnierprozesses gerichtet, um Ansätze für eine Prozessoptimierung zu finden. Es wurde schnell klar, dass die zurzeit angewendeten konventionellen Imprägnierungsverfahren zwangsläufig aufgrund von verfahrensbedingten Prozesserfordernissen zu einem schlechten Beschichtungsergebnis führen.

Sinter-Surface-Solution-Verfahren passt sich dem Aushärtungsprozess an

Auf Basis dieser Erkenntnisse war es möglich, den Imprägnierprozess und die verwendeten Harze optimal auf die Notwendigkeiten einer beschichtungsgerechten Imprägnierung abzustimmen.

Es wurde das Verfahren Sinter Surface Solutions entwickelt. Die wesentliche Innovation des Verfahrens besteht in der Anpassung des Aushärtungsprozesses, damit eine sichere Imprägnierung bis an den Rand der Bauteiloberfläche sichergestellt ist.

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