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Werkzeugmaschinen

Wenn Tradition auf Innovation trifft

| Autor/ Redakteur: Victoria Sonnenberg / Mag. Victoria Sonnenberg

Der italienische Werkzeugmaschinenbauer MCM konnte sich in den letzten Jahren Marktanteile in China sichern und plant für die Zukunft in den USA zu wachsen. Europa hingegen ist und bleibt der wichtigste Markt für den Systemintegrator.

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Besichtung der Fertigung und Montage bei MCM in Vigolzone.
Besichtung der Fertigung und Montage bei MCM in Vigolzone.
(Bild: Sonnenberg)

MCM wurde 1978 gegründet und entspricht mit drei Produktionsstätten allein im Raum Piacenza dem Bild eines traditionsbewussten europäischen Unternehmens. Mit Niederlassungen in Deutschland, Frankreich, den USA und China ist MCM auf die Planung und den Bau von integrierten Produktionssystemen spezialisiert, wobei der Schwerpunkt auf komplexen Bearbeitungszentren liegt. Die Basis dieser Systeme bilden 4- bis 5-Achs-Horizontal-Bearbeitungszentren, die auch als Multitasking-Auslegung erhältlich sind. MCM ist zudem bekannt als Systemintegrator, der auf eigenen Bearbeitungszentren basierende Fertigungssysteme, aber auch Werkzeugmaschinen verschiedener Art, Automatisierungssysteme oder unkonventionelle Prozesstechnologien herstellt.

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Die Flexibilität des Unternehmens zeigt sich auch in seinen Kunden, die aus den Branchen der Feinmechanik, insbesondere aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Automobil und Energie kommen.

So entwickelt MCM derzeit beispielsweise für ein spanisches Luftfahrtunternehmen das 5-Achs-Bearbeitungszentrum Clock 1000 als 2-Paletten-Multitaskingsystem für Fräs- und Schleifbearbeitungen mit Automation. Ein von MCM entwickelter Sonderspindelkopf mit gesteuerte Achse sorgt für die Zufuhr des Schneidöls/Kühlschmiermittels. Die Maschine ist in ein flexibles Fertigungssystem (FFS) mit Fanuc-Roboter auf einem Shuttle, Gleitschienen, Rüst- und Palettenablegeplätzen integriert. In diese Anlage sind zudem Drahterodiermaschinen, eine Waschanlage und eine Roboterzelle zum Entgraten eines Drittanbieters integriert.

Ein weiteres Beispiel, ebenfalls aus der Luft- und Raumfahrt, unterstreicht die Rolle des Systemintegrators. Für einen europäischen Flugzeughersteller werden derzeit zwei Jet-Five-Bearbeitungszentren gebaut, die im Anschluss das FFS, in dem bereits vier Maschinen installiert sind, erweitern werden. Die Anlage, auf der Strukturbauteile aus Titanlegierungen bearbeitet werden, stellt zudem ein wichtiges Anwendungsbeispiel von Sensorik und Datenanalyse dar. Denn alle Maschinen werden kontinuierlich durch unterschiedliche Sensoren überwacht, die die Zustände in Echtzeit erfassen.

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