Lagertechnik Wo Bleche und Langgut komfortabel schlafen
Moderne Lagertechnik für Bleche oder Langgut hat erhebliche Vorteile: Man bekommt auf weniger Platz mehr Lagergut unter und kann schneller ein- und auslagern. Im Einzelfall ist aber zu prüfen, ob nicht eine Ertüchtigung bestehender Systeme ausreicht.
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Mit dem „alten“ Palettenregal, in dem man je Ebene drei Blechsorten mit verschiedenen Dicken und Abmessungen lagerte, war man bei der Expomobilia AG im schweizerischen Effretikon nicht mehr zufrieden, bremste das Lager doch den Betriebsablauf. Wurde beispielsweise eine Tafel benötigt, die unten lag, kam es zu einem erheblichen Sortier- und Umlageraufwand. Und: Das Problem wurde aufgrund wachsender Bestände immer gravierender, da der Messebauer wegen der designorientierten Prägung seiner Standelemente häufig neue Blechsorten benötigte.
Turmlager erlaubt raschen Zugriff auf die gängigsten Blechsorten
Die Lösung: ein Turmlager der Stopa Anlagenbau GmbH, Achern-Gamshurst. Es erlaubt den raschen Zugriff auf die gängigsten Blechsorten. Faktisch läuft das komplette Handling – von der Anlieferung bis zur Verarbeitung – rationeller und zügiger ab als bisher. Dazu tragen auch weitere Investitionen bei, beispielsweise in einen Schwenkkran inklusive Sauggreifer, mit dem die Bleche von den Paletten gehoben werden. Die Mitarbeiter müssen also kaum noch Lasten heben.
Der Stopa Tower Eco, in den die Schweizer längsseitig einlagern, bietet durch sein modulares Konzept einen kostengünstigen Einstieg in die automatische Bevorratung von Flachgutmaterialien. Er eignet sich für Werkstätten und Betriebe, die ein umfangreiches Spektrum an Materialien in jeweils vergleichsweise geringen Mengen puffern müssen. Die im Stopa Tower Eco von Expomobilia lagernden Blechsorten unterscheiden sich in ihren Abmessungen, Dicken und Materialien. Der Messebauer verwendet rostfreie Bleche, Stahlbleche und Aluminium. Da der Betreiber ausschließlich die eigene Schlosserei aus dem Blechlager versorgt, liegen in dem Turm nur die Tafeln, die er dort an einer Abkantpresse und einer Blechschere benötigt. Die Umschlagleistung beträgt etwa 30 t.
Brückenlager schafft mehr Performance bei geringerem Platzbedarf
Mehr Performance bei geringerem Platzbedarf, das war auch für die Sturm-Gruppe, einen Hersteller von Beschichtungsanlagen sowie Maschinen für die Förder-, Automatisierungs- und Reinigungstechnik, der Hauptgrund, ein modernes Brückenlager zu installieren. Und genau das ist auch gelungen. Trotz gesteigerter Kapazitäten ließ sich die Lagerfläche um 70 % reduzieren bei erheblich verbesserter Auslastung der angeschlossenen Maschinen. Unterschied zu Expomobilia: Gelagert werden nicht Bleche, gelagert wird Langgut, konkret großvolumiges Aluminiummaterial und Stahlrohre.
Gesucht wurde ein erfahrener Partner für das Projekt. Die Wahl fiel auf die Friedrich Remmert GmbH, die das Brückenlager exakt auf die Anforderungen von Sturm zuschnitt. Da die bestehende Halle künftig nur für die Fertigung genutzt werden sollte, schlugen die Remmert-Planer die Erschließung neuer Lagerflächen durch ein automatisches Brückenlager in Silobauweise vor. Dabei wurde das Lager außerhalb der Halle errichtet und mit Wand- und Deckenverkleidung ausgestattet.
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