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3D-Metalldruck

3D-Druck mit und ohne Zerspanen

| Autor/ Redakteur: Stine Meyer / Simone Käfer

Einige Zerspaner setzen auf Hybridmaschinen, die zerspanende und additive Verfahren vereinen. Wir haben DMG Mori gefragt, wo die Vorteile einer solchen Maschine liegen.

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DMG Mori hat beides im Programm: 3D-Drucker und Hybridmaschinen.
DMG Mori hat beides im Programm: 3D-Drucker und Hybridmaschinen.
(Bild: www.intense-look.de / M.Eggert, DMG Mori)

Der Zerspaner DMG Mori hat über 20 Jahre Erfahrung in der Additiven Fertigung von metallischen Bauteilen, aber noch viel mehr mit Zerspanungsmaschinen. Dieses Know-how hat das Unternehmen genutzt und eine Hybridmaschine entwickelt, die beides kann: Bauteile aufbauen und Werkstoffe abtragen. Aber es hat auch Maschinen hergestellt, die nur additiv arbeiten. Denn beide Varianten haben Vorteile.

Für schnelles Zerspanen zwischendurch

Mit der Lasertec 65 3D hybrid können Werkstücke in einer Aufspannung und in mehreren Stufen alternierend additiv und spanend bearbeitet werden. So lassen sich auch Stellen auf Endgenauigkeit fräsen, die am finalen Bauteil nicht mehr zugänglich wären. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass kein Umspannen erforderlich ist, was die Genauigkeit erhöhen und die Prozesszeit reduzieren soll. Jenseits des Prototypenbaus eignet sich die Lasertec 65 3D hybrid auch für die Serienfertigung komplexer Werkstücke und für eine kostengünstige Reparatur und Beschichtung von Verschleißteilen. Schneidmesser zum Beispiel können auf der Maschine komplett aufgebaut und gefräst werden. Nach ihrem Gebrauch baut die Hybridmaschine abgenutzte oder defekte Stellen neu auf und fräst diese wieder auf Endmaß.

Die Maschine behält alle Funktionen einer 5-Achs-Simultanfräsmaschine inklusive Kühlmittel für die Zerspanung und Reinigung der Maschine. Der additive Teil der Maschine arbeitet mit einem 2500-W-Laser in einem Bauraum, dessen Maße 735 mm × 650 mm × 560 mm in X/Y/Z betragen. Gesteuert und bedient wird die Lasertec 65 3D hybrid mit Celos, während Siemens mit seinem NX-Paket für eine durchgängige Prozesskette von Produktentwicklung bis Finishing sorgen soll.

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Für größere Verfahrwege

Als Ergänzung zu einem bereits bestehenden Maschinenpark bietet sich die Lasertec 65 3D an. Mit dieser Maschine können Werkstücke additiv aufgebaut, beschichtet oder repariert werden. Die Reduzierung auf das reine Laserauftragschweißen bringt weitere Vorteile mit sich: Der 3D-Drucker ist um 40 % kompakter als seine hybride Schwester­maschine und bietet 40 % größere Verfahrwege. Ein 40 % günstigerer Anschaffungspreis komplettiert die Vorteile dieses Modells.

Auf beiden Maschinenvarianten können die meisten schweißbaren Materialien verarbeitet werden. DMG Mori habe viel Arbeit in die Entwicklung der Materialparameter investiert, sodass inzwischen eine umfangreiche Materialdatenbank verfügbar ist. Bei vielen Anwendungen stehen derzeit Edelstähle, Werkzeug- und Schnellarbeitsstähle, aber auch Nickel-, Kobalt- und Kupferbasislegierungen im Mittelpunkt. Darüber hinaus sind die Maschinen in der Lage, Multi­material-Bauteile und Gradientwerkstoffe aufzubauen.

* Stine Meyer ist Head of Technical Communication bei DMG Mori in 80807 München, Tel. (0 89) 2 48 83 59 60, stine.meyer@dmgmori.com, www.dmgmori.com

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