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Postprocessing Automatisiertes Entpulvern großer Bauteile

Redakteur: Simone Käfer

Die Maschinen von Solukon entpulvern additiv gefertigte Bauteile automatisiert, in dem sie die Bauteile mitsamt der Bauplattform um mehrer Achsen schwenken.

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Die SFM-AT1000 von Solukon kann große, additiv gefertigte Metall-Bauteile automatisiert entpulvern.
Die SFM-AT1000 von Solukon kann große, additiv gefertigte Metall-Bauteile automatisiert entpulvern.
(Bild: Solukon)

Mit der SFM-AT1000 von Solukon können Metall-Bauteile bis 460 mm × 460 mm × 1.000 mm oder 500 mm × 280 mm × 875 mm maschinell entpulvert werden. Der Solukon-Entpulverungsprozess erfolgt durch programmierbares Schwenken der Bauteile samt Bauplattform um zwei räumliche Achsen. Damit das Pulver besser fließt, wird es mit regelbarer Frequenzanregung gezielt „fluidisiert“. So wird auch die Abreinigung kleiner Öffnungen und Kanäle möglich, was gerade bei thermischen Folgeprozessen wichtig ist. Durch den schonenden und kontaminationsfreien Prozess bleibt das freiwerdende Pulver unverändert, erklärt das Unternehmen, und kann zur Wiederverwendung ausgeschleust werden. Der Prozess erfolgt vollautomatisiert in geschützter Atmosphäre, sodass der Kontakt von gesundheitsgefährdendem Feinstaub vermieden und wertvolle Arbeitszeit eingespart wird.

Postprocessing für die Additive Fertigung

Mehr über das Nachbearbeiten additiv gefertigter Bauteile erfahren Sie auf der Fachtagung „3D-Druck! Und dann? – Postprocessing für die Additive Fertigung“. Erfahren Sie dort, welche Arbeitsschritte in welchen additiven Verfahren nicht mehr zwingend per Hand erledigt werden müssen und lernen Sie die Varianten der Nachbearbeitung kennen, speziell auf die Bedürfnisse additiv gefertigter Bauteile abgestimmt – für Metall und Kunststoff.

Das Programm

Die SFM-AT1000 baut auf ihrem Vorgänger auf, besitzt aber ein stärkeres Schwenksystem mit kompaktem Aufbau, um die höheren Lasten souverän zu bewegen, das Kammervolumen aber so gering wie möglich zu halten, und somit den Schutzgasverbrauch zu minimieren. Zwei endlos rotierbare Servoantriebe bewegen das Bauteil nicht nur exakt in jede beliebige räumliche Position, sondern auch entlang jeder beliebigen Bahn also beispielsweise entlang eines mehrfach verdrehten innenliegenden Kanals. Mit einem durchgehend ableitfähigen Aufbau der Kammerkomponenten aus Edelstahl, dem Einsatz bewährter ATEX-Komponenten und in Kombination mit der sicherheitsüberwachten Schutzgasinertisierung ist auch ein sicheres Handling reaktiver Pulver aus Titan- oder Aluminiumlegierungen gewährleistet, sagt Solukon. Ein direkter Anschluss an ein Materialaufbereitungssystem ist möglich.

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