Instanhaltungs-Planung Damit´s nicht turbulent wird – Turbinenwartung sicher managen

Autor / Redakteur: Michael Sandner / M.A. Frauke Finus

Hohe Temperaturen, Vogelschlag, lange Distanzen – Turbinen werden stark beansprucht. Fluggesellschaften müssen das Herzstück des Flugzeugs regelmäßig und effizient überholen. Doch die Wartungsintervalle variieren. Ein Voraus-Planen der Turbinenwartung ist da hilfreich.

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Kurzstrecken-Flugzeuge starten und landen mehrmals täglich und müssen daher intensiv gewartet werden.
Kurzstrecken-Flugzeuge starten und landen mehrmals täglich und müssen daher intensiv gewartet werden.
(Bild: Royal Aero)

Kosten sparen zur Zeit das große Credo in der Luftfahrtbranche. Beispielsweise wollen führende Fluggesellschaften immer mehr in der Billigfliegerei mitmischen und planen dafür hauseigene Billigsegmente. Bei den hoch bleibenden Ausgaben gibt der aktuelle Spritpreis der Luftfahrtbranche nur eine kleine Verschnaufpause. Außerdem belasten die internationalen Konflikte die Ergebnisse der Airlines. Das Kostensenkungspotenzial bei den großen Luftfahrtunternehmen fokussiert sich also meist nur auf Effizienzsteigerungsthemen – gerade auch im Bereich Maintenance.

Mit rund 10 bis 15 % haben die Instandhaltungskosten für Flugzeug-Triebwerke einen erheblichen Einfluss auf die Betriebskosten. Um auf dem Markt wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Fluggesellschaften Möglichkeiten suchen, diese während des gesamten Triebwerk-Lebenszyklus zu reduzieren. Doch die über 40.000 Triebwerks-Komponenten werden verschieden stark belastet und abgenutzt. Die Wartungsintervalle der Teile variieren. Hinzu kommen nicht planbare Ereignisse wie etwa frühzeitiges Versagen oder Vogelschlag. Wichtig ist es, die Wartungsintervalle vorausschauend zu planen. Denn jede Minute, die ein Flugzeug am Boden steht, kostet. Nur in der Luft verdienen die Flugzeuge Geld.

Größere Belastung, aber längere Laufzeit

„Am häufigsten fragen unsere Kunden, wie lange die Triebwerke bis zum nächsten Check in der Luft bleiben können“, erklärt Calum M. MacLeod, Geschäftsführer von Royal Aero, einem unabhängigen europäischen Luftfahrtdienstleister, spezialisiert auf Turbinen und austauschbare Teile. Die Antwort dazu lautet: adäquates Turbinen- und Risikomanagement. Das Ingenieurs-Team von Royal Aero sammelt Daten von etablierten Herstellern und gängigen Turbinenmodellen, wertet diese aus und analysiert die Einflussparameter. Anhand der Leistungsstatistiken können wertvolle Beziehungen ermittelt werden.

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