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Elektrochemische Metallbearbeitungs-Revolution

| Autor/ Redakteur: Markus Isgro / Peter Königsreuther

Bei Emag ECM in Gaildorf spielte im November die ECM die Technologietag-Hauptrolle. ECM heißt elektrochemische Metallbearbeitung und punktet bei der Herstellung komplexer Bauteile aus schwer zerspanbaren Werkstoffen für viele Schlüsselbranchen.

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Technologietag war vor Kurzem bei Emag ECM in Gaildorf. Den Fokus legten die Gastgeber dabei natürlich auf die elektrochemische Metallbearbeitung (ECM), einem Prozess, den man sich ein wenig wie das Erodieren vorstellen kann, aber seine Unterschiede hat. Hier sieht man eine Anordnung von Elektroden (rechts oben) und Werkstück (Mitte), zur Fertigung eines Turbolader-Lüfterrades.
Technologietag war vor Kurzem bei Emag ECM in Gaildorf. Den Fokus legten die Gastgeber dabei natürlich auf die elektrochemische Metallbearbeitung (ECM), einem Prozess, den man sich ein wenig wie das Erodieren vorstellen kann, aber seine Unterschiede hat. Hier sieht man eine Anordnung von Elektroden (rechts oben) und Werkstück (Mitte), zur Fertigung eines Turbolader-Lüfterrades.
(Bild: Königsreuther)

Einige Worte zur Erklärung: Die elektrochemische Metallbearbeitung basiert auf dem elektrolytischen Effekt. Bei der ECM fungiert das Werkzeug als Kathode und das Werkstück als Anode an einer Gleichstromquelle. Der Ladungsaustausch wird von einer wässrigen Elektrolytlösung, die sowohl die Anode als auch die Kathode umspült, gewährleistet. Dieser Ladungsaustausch dient dabei zur gezielten Werkstoffbeseitigung und somit zur Herstellung präziser Konturen und Strukturen, egal welche Gefügeart das zu bearbeitende Metallwerkstück aufweist.

Die effiziente Bearbeitungs-Alternative

Von den zahlreichen neuen Pkw-Modellen mit Elektromotor bis zum aktuellen Boom der E-Bikes – die „elektrische Revolution“ im Individualverkehr nimmt an Fahrt auf und fordert die Produktionsplaner in der Industrie heraus. Wie lassen sich Rotorträger, -wellen und Co. zukünftig noch schneller, effizienter und präziser herstellen? Passgenaue Antworten auf diese Frage gaben die Experten von Emag ECM im Rahmen ihres Technologietags Ende November in Gaildorf bei Schwäbisch Hall.

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Fachvorträge aus der Wissenschaft, ECM-Präsentationen und Live-Maschinendemonstrationen machten dabei deutlich, warum speziell die elektrochemische Metallbearbeitung (ECM) in puncto Produktionsprozesse für die E-Mobilität und andere Branchen, eine besonders effiziente Alternative darstellt. Zudem gab es zahlreiche Gelegenheiten für interessierte Gäste, ihre individuellen Aufgabenstellungen und Fragen mit den ECM-Experten von Emag zu besprechen.

Leichtbau-Enabler für komplexe Konturen

Speziell der Elektromotorenbau stellt die Produktionsplanung in vielen Unternehmen heute vor neue Aufgaben: Einerseits haben viele Antriebswellen oder Verzahnungskomponenten komplexe Geometrien, andererseits werden sie relativ dünnwandig konstruiert, um Gewicht zu sparen. Außerdem weisen sie unter Umständen sogar diverse Bohrungen mit komplexen Verschneidungen auf. Zusätzlich sollen genau diese Bauteile auch noch sehr präzise und mit möglichst schlanken Prozessketten entstehen. Vor diesem Hintergrund steigt die Bedeutung der elektrochemischen Metallbearbeitung im Bereich der E-Mobilität und in anderen Branchen seit geraumer Zeit an.

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