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Auch der zunehmende Einsatz digitaler Steuerungen und Bussysteme in der Gebäudeinstallation stellt eine Herausforderung dar. Zum einen müssen die E/A-Module und Controller in den Verteilerschränken untergebracht werden. Zum anderen könnte fast jeder Steckdosen- oder Lastkreis künftig einzeln steuerbar sein. Er wird dann als jeweils einzelne Leitung bis zur Verteilung gezogen.
Diese Anforderung stellt auch das Smart Grid, wo Stromverbraucher je nach Lastgang im Netz ab- oder zugeschaltet werden sollen. Für eine übersichtliche Installation sollten die Leitungen jeweils im Eingangsbereich des Verteilers auf eindeutig gekennzeichnete Dreistock-Installationsklemmen angeschlossen werden.
Hohe Verfügbarkeit geht einher mit einem großen Platzbedarf
Weil die elektrischen Anlagen in der Regel von Laien genutzt werden, gilt auch die DIN 18015-1:2007-09 – Elektrische Anlagen in Wohngebäuden, Teil 1: Planungsgrundlagen. Danach müssen Anschlussstellen für Verbrauchsmittel einem Stromkreis so zugeordnet sein, dass durch das automatische Abschalten der Schutzeinrichtung im Fehlerfall oder bei notwendiger manueller Abschaltung nur ein möglichst kleiner Teil der Anlage abgeschaltet wird. Dadurch erhöht sich zwar die Verfügbarkeit der elektrischen Versorgung, aber auch die Platzproblematik im Installationsverteiler.
Leider führt der vermehrte Einsatz von elektronischen Geräten und Wechselstromumrichtern auch häufiger zu unerwünschten Auslösungen. Daher sollte eine Wohnung oder Arbeitsstätte immer auf mehrere Stromkreise aufgeteilt werden. Über Dreistockklemmen, die jeweils auf einem gemeinsamen Bereich der Sammelschiene einem gemeinsamen Neutralleiter und damit einem FI-Schalter zugeordnet sind, wird der Verteilerkasten so aufgebaut, dass die einzelnen Stromkreise über ihren getrennten Neutralleiter gut zu unterscheiden sind. Dank des Schraubanschlusses, der als einziger Anschluss einen Mehrleiteranschluss erlaubt, können auch zwei Leitungen einer Klemmstelle zugeordnet werden (Bild 2).
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