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Energierückgewinnung

Neue Turbinentechnologie nutzt überschüssige Energie

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Der Turbinengenerator wandelt die im Arbeitsfluid enthaltene Energie in Strom um. Gas strömt in die Turbine ein, wird durch Düsen „gepresst“ und beschleunigt. Wenn es auf die Beschaufelung der Turbine trifft und umgelenkt wird, gibt es seine Energie ab. Die kinetische Energie wird im Generator in elektrische Energie umgewandelt. In diesem innovativen System stellen Turbine und elektrischer Generator eine kompakte Einheit dar, sie besitzen eine gemeinsame Welle. Die Folge: Dreht sich die Turbine, dreht sich gleichermaßen auch der Rotor des Generators.

Deprag-Turbinengenerator hat viele Anwendungsbereiche

Die Energierückgewinnung mit dem Deprag-Turbinengenerator ist in vielen Anwendungsbereichen denkbar. Bei der Schmelze von Metallen – beispielsweise Aluminium oder Kupfer – werden die Schmelzwannen durch Druckluft gekühlt. Die Druckluft strömt durch Kühlkanäle und nimmt dabei Wärme auf. Anschließend wird sie normalerweise ungenutzt in die Atmosphäre entlassen. Mit der Mikroexpansionsturbine und dem integrierten Generator wird diese in elektrischen Strom umgewandelt und ins Stromnetz eingespeist.

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Ein Berechnungsbeispiel für Druckluft veranschaulicht dies: Mit einem Eingangsdruck von 20 bar (abs.), einem Ausgangsdruck von 5 bar (abs.). und einer Eingangstemperatur von 180°C lässt sich mit einem entsprechenden Massenstrom dem Get-Turbinengenerator eine elektrische Leistung von rund 20 kW zurückgewinnen.

Auch in Biogasanlagen und Blockheizkraftwerken ist auf Basis des ORC-Prozesses (Organic Rankine Cycle) der Einsatz des Get-Turbinengenerators zur Verstromung von Restenergie denkbar. Der elektrische Wirkungsgrad der Anlagen lässt sich mit dem neuen Turbinengenerator wirkungsvoll optimieren, indem auch kleinere Mengen Abwärme in einem ORC-Rückgewinnungsprozess effizient genutzt werden können.

Zur weiteren Effizienzsteigerung von Biogasanlagen kann Methan in das Erdgasnetz eingespeist und damit auch Energie gespeichert bzw. transportiert werden. Biogas besteht zum großen Teil aus Methan und Kohlendioxid. Voraussetzung für die Einspeisung ist daher, dass der Kohlendioxidanteil aus dem Biogas entfernt wird. In der Regel geschieht das in verfahrenstechnischen Anlagen, bei denen das Kohlendioxid am Ende mit relativ hohem Druck- und Temperaturniveau vorliegt. Auch die darin enthaltene Energie kann mit Hilfe des Turbinengenerators zum großen Teil zurück gewonnen werden.

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