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DMG Mori auf der AMB

Schritt für Schritt in die vernetzte Produktion

| Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Auf der AMB 2018 demonstriert der Werkzeugmaschinenhersteller DMG Mori wie er mit Integrated Digitization die Industrie 4.0 gestaltet.

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DMG Mori präsentiert auf der AMB 2018 seine Zukunftsfelder Digitalisierung, Automation, Additive Manufacturing und Technology Excellence – erstmals in Halle 10.
DMG Mori präsentiert auf der AMB 2018 seine Zukunftsfelder Digitalisierung, Automation, Additive Manufacturing und Technology Excellence – erstmals in Halle 10.
(Bild: DMG Mori)

Zur diesjährigen AMB präsentiert sich DMG Mori auf rund 2200 m² erstmals in Halle 10. Dort demonstriert der Werkzeugmaschinenhersteller den Fokus auf seine strategischen Zukunftsfelder: Mit Integrated Digitization gestaltet DMG Mori die Industrie 4.0. Kernfelder dieser Arbeit sind Celos für die Abbildung digitaler Workflows, neue Softwarelösungen für die Produktionsplanung, um die internen Wertschöpfungsprozesse zu optimieren, exklusive Technologiezyklen sowie CAD/CAM und Simulationslösungen. Ganzheitliche Automationslösungen realisiert DMG Mori für Kunden individuell und ab Werk, heißt es. Alle Highlights zur Digitalisierung und Automation veranschaulicht DMG Mori alle 30 Minuten in der „digitalen Fabrik“ auf seinem Messestand.

Durchgängige Digitalisierung auf allen Ebenen der Wertschöpfung

DMG Mori ist Wegbereiter der Digitalisierung im Werkzeugmaschinenbau. Unter dem Schlagwort Integrated Digitization präsentiert der Technologieführer zur AMB mit integrierten und durchgängigen Digitalisierungslösungen einen schrittweisen Einstieg in die vernetzte Produktion. Fokusthemen sind Celos für die Realisierung digitaler Workflows zur Unterstützung der präzisen Bauteilfertigung, Softwareprodukte für digitale Prozesse in der Arbeitsvorbereitung, neue Lösungen für die erweiterte Produktionsplanung sowie exklusive Technologiezyklen.

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Daneben präsentiert DMG Mori den NET Service inklusive neuer Servicecamera und IoT-Connector als Netzwerkschnittstelle. Der NET Service ist ein hochmodernes Tool für den Remote Service. Er erlaubt mittels Multi-User-Konferenz die direkte Zusammenarbeit von Anwender, Servicetechniker oder andere Experten im unmittelbaren Kommunikationsverbund zur gemeinsam Lösungen von Servicefragen. Mit Werkbliq einer webbasierten herstellerübergreifenden Plattform können mithilfe von 15 Modulen alle Beteiligten im Wartungs- und Instandhaltungsprozess miteinander vernetzt werden. Damit bietet DMG Mori eine durchgängige Digitalisierungsstrategie auf allen Ebenen der Wertschöpfung.

Drei Ebenen der Wertschöpfung

Die drei Ebenen der Wertschöpfung umfassen maschinenspezifische APPs im Celos Umfeld, vor- und nachgelagerten Prozesse im Produktionsumfeld und herstellerübergreifende digitale Plattformen, die Anwender bei Service und Wartung unterstützen. So erlaubt Celos die digitale Überwachung der Produktion. Das Digital Monitoring umfasst die Apps Messenger, Condition Analyzer, Performance Monitor, Tool Analyzer und Cockpit. Das neue Production Planning ist ein Planungs- und Monitoring-System, das mit Modulen für Materialmanagement, Personaleinsatzplanung sowie für Fertigungsfeinplanung und Auftragsverfolgung grundlegende Abläufe und Prozesse in Fertigung und Produktion durchgängig digital planen und überwachen kann. NET Service und Werkbliq komplettieren das Leistungsspektrum. Sie erlauben eine effiziente Durchführung und Planung von Serviceeinsätzen sowie Wartungen und Instandhaltung.

Intelligente Verknüpfung von Werkzeugmaschine und Automation

Die Automatisierung ist eine wichtige Säule der Zukunftsstrategie von DMG Mori. Die intelligente Verknüpfung von Werkzeugmaschine und Automation ist einer der Schwerpunkte an den DMG-Mori-Produktionsstandorten, sodass die Kunden ihre Automationslösung aus einer Hand erhalten. Das im November 2017 gegründete Joint Venture DMG Mori Heitec agiert in diesem Bereich als ein Automationspartner von DMG Mori. Die DMG Mori Heitec GmbH fokussiert sich auf kundenindividuelle Werkstück-Handlingsysteme, während die Automationskompetenz für beispielsweise das Palettenhandling direkt in den Produktionswerken von DMG Mori integriert ist. Aus dem Zusammenspiel zwischen dem Engineering der Produktionswerke und der Automationskompetenz seitens DMG Mori Heitec erhält der Kunde eine kundenindividuelle, durchgängige und prozesssichere Lösung. Zur AMB präsentiert DMG Mori seine Automatisierungskompetenz anhand der jüngsten Entwicklungen im Bereich automatisierter Fertigungslösungen. Zu den insgesamt 13 automatisierten Fertigungslösungen gehören beispielsweise das PH 150 Palettenhandling an einer CMX 800 V, die DMU 50 3rd Generation mit WH 15 Werkstückhandling und eine NHX 5000 mit RPS 14 Palettenrundspeicher.

Als weitere Neuheit zeigt DMG Mori aus seinem Automationsportfolio die zweite Generation des Robo2Go. Die flexible Roboterautomation für Drehzentren der CLX- und CTX-Baureihen verfügt über eine neue Software. Anhand vordefinierter Programmbausteine lassen sich die Prozesse mit dem Robo2Go 2nd Generation auch ohne Roboter-Programmierkenntnisse schnell und einfach erstellen. Das Teachen eines neuen Werkstücks dauere somit weniger als 15 Minuten. Die Bedienung erfolgt direkt über die Maschinensteuerung. Die neue Greifergeometrie hat eine verringerte Störkontur und verbesserte Traglast, heißt es weiter. Die Traglast liegt je nach Ausführung bei 10 kg, 20 kg oder 35 kg.

Vier vollständige Prozessketten für Pulverbett und Pulverdüse

Mit der Kombination aus Laserauftragsschweißen und spanender Bearbeitung auf den Maschinen der Baureihe Lasertec 3D hybrid ist DMG Mori seit über fünf Jahren erfolgreich am Markt. Neben dem Auf- und Ausbau der digitalen Prozesskette hat sich DMG Mori zum Full-Liner in der additiven Fertigung entwickelt. Während die Lasertec 65 3D für das reine Laserauftragsschweißen als Ergänzung zu einem bestehenden Maschinenpark von Bearbeitungszentren fungiert, erweitert die neue Lasertec 30 SLM 2nd Generation das Portfolio um das Pulverbettverfahren mittels Selective Laser Melting. Die beiden letzteren Baureihen lassen sich mit separaten Bearbeitungszentren und Drehmaschinen aus dem DMG-Mori-Portfolio kombinieren, wodurch vier vollständige Prozessketten zur Vor- und Nachbearbeitung von additiv gefertigten Bauteilen realisiert werden.

Komplettlösung für Additive Manufacturing im Pulverbett

Im Markt der additiven Systeme zum selektiven Laserschmelzen soll die zweite Generation der Lasertec 30 SLM mit Flexibilität, Produktivität und Prozesssicherheit überzeugen. Beispielsweise ermöglicht das flexible Pulvermodul rePlug einen Materialwechsel in weniger als zwei Stunden. Der geschlossene Pulverkreislauf gewährleiste ein hohes Maß an Arbeitssicherheit und Prozessautonomie. Die ergonomische Gestaltung der Maschine vereinfacht durch die neue Anordnung von Türen und Klappen das Werkstückhandling und Wartungsarbeiten, während mit dem neuen Control Panel alle wichtigen Tasten und Bedienelemente im direkten Sicht- und Bedienfeld sind. Mit Celos bietet DMG Mori eine durchgängige Softwarelösung für die CAM-Programmierung und die Maschinensteuerung aus einer Hand. Durch die abgestimmte und einheitliche Bedienoberfläche lassen sich Bauteile – ohne Rücksichtnahme auf deren Komplexität – mit einem minimalen Zeitaufwand extern programmieren und an der Maschine übernehmen.

Lösungen für Werkzeug- und Formenbau und die Medizintechnik

Mit einem hohen Anspruch an ganzheitliche Fertigungslösungen gehören sowohl der Werkzeug- und Formenbau als auch die Medizintechnik zu den wichtigsten Wachstumstreibern im Werkzeugmaschinenbau. DMG Mori unterstützt Anwender seit Jahrzehnten in diesen Zukunftsbranchen mit Praxiserfahrung und fachlichem Know-How. Diese Kompetenz konzentriert der Technologieführer in eigens eingerichteten Technology Excellence Centern, wo DMG-Mori-Experten sehr früh in die Entwicklung von Kundenprodukten einbezogen werden. Das Die & Mold Excellence Center bei Deckel Maho Pfronten greift auf ein breites Maschinenportfolio zurück – von den Bearbeitungszentren der Monoblock- und Duoblock-Serien über innovative Lasertec-3D-Maschinen für die immer wichtigere additive Fertigung bis hin zu den XXL-Bearbeitungszentren. Deckel Maho Seebach ist unter anderem als Produktionswerk für hochgenaue DMU eVo linear Maschinen sowie für das schnelle Kompaktbearbeitungszentrum Milltap 700 der ideale Standort für das Medical Excellence Center.

Geringe Kosten durch kürzere Prozesszeiten

Mit der Lasertec-Shape-Baureihe könnten bei maximaler Prozesssicherheit und Reproduzierbarkeit geometrisch definierte Oberflächenstrukturen, feine Konturen sowie filigrane Kavitäten für die Herstellung von Spritzgussformen, Pressstempel, Beschriftungen und sonstigen Gravuren in höchster Qualität und ohne Werkzeugverschleiß erzeugt werden. Als Highlight der Baureihe präsentiert DMG Mori zur AMB die jüngste Generation der erfolgreichen Lasertec 75 Shape. Der neue optionale High Speed Focus erhöht die Verfahrgeschwindigkeit in Z-Richtung von 1,5 m/s auf 4 m/s, der Laser erreicht eine Pulsfrequenz von bis zu 1000 kHz und die Texturqualität konnte bei hohen Prozessgeschwindigkeiten nochmals optimiert werden. Das Ergebnis sind bis zu 69 % kürzere Prozesszeiten und somit deutlich geringere Kosten pro Bauteil.

Die Lasertec 75 Shape kombiniere alle Stabilitätsvorteile des bewährten Monoblock Designs mit den Vorzügen der anspruchsvollen 5-Achs-Bearbeitung. Mit 7,9 m2 Aufstellfläche ist sie die kompakteste Maschine in ihrer Klasse. Verfahrwege von 750 mm × 650 mm × 560 mm (X/Y/Z) ermöglichen den Einsatz für eine Vielzahl unterschiedlicher Applikationen. Die maximale Werkstückabmessung liegt bei ø 840 mm x 520 mm in der 5-Achsversion mit NC-Schwenkrundtisch. Der Arbeitsraum bietet Anwendern eine optimale Zugänglichkeit und sorgt dank großer Abmessungen für eine reduzierte Kollisionsgefahr.

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