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Tribos spielt Vorteile in der Golduhrenfertigung aus
Hinzu kommt, dass der Werkzeugwechsel wesentlich einfacher, sicherer und schneller vonstatten geht als mit anderen Systemen (Bild 4). Aufgrund seiner hohen Flexibilität spielt Tribos in der Manufaktur Chopard insbesondere bei der Bearbeitung von Kleinserien aus Gold in einer Größenordnung von 20 bis 200 Stück seine Stärken aus. Bei jedem neuen Teil wird der komplette Werkzeugsatz der Maschine gewechselt. Tag für Tag müssen im Durchschnitt 50 Werkzeughalter neu bestückt werden.
Mithilfe einer Spannvorrichtung werden die Präzisionsaufnahmen dazu mit einem definierten Druck beaufschlagt, sodass sich die polygonförmige Aufnahmebohrung innerhalb des dauerelastischen Bereichs zu einem Zylinder verformt. In diesem Zustand kann das Werkzeug leicht in den Halter gefügt werden. Da sich der Vorgang unterhalb der 0,2 %-Dehngrenze Rp0,2 bewegt, sind Gefügeänderungen im Stahl ausgeschlossen. Anschließend wird der äußere Druck reduziert, der Innendurchmesser bewegt sich aufgrund seiner Materialelastizität in die ursprüngliche, polygonale Form zurück und das Werkzeug wird über die Eigenspannung des Stahls kraftschlüssig gespannt. Weil sich die Werkzeugaufnahme während des Spannvorgangs nicht in der Länge ausdehnt, ist zudem gewährleistet, dass Werkzeuge mit einer Toleranz von 0,01 mm in der Länge eingestellt werden können – dies ist ein wesentlicher Vorteil im Vergleich zu thermischen Schrumpffuttern, bei denen sich während der Abkühlung die Länge reduziert.
Mehrere hundert Polygonspannfutter in den Werkstätten im Einsatz
Zur Fertigung der Chronometer mit dem begehrten Gütesiegel „Poinçon de Genève“ nutzt Chopard in den Werkstätten in Genf bereits heute mehrere hundert Tribos-Polygonspannfutter. Die Aufnahmen werden vornehmlich zur Bearbeitung von Uhrengehäusen und Prototypen aus wertvollen Werkstoffen eingesetzt. Während die Polygonspannfutter in den Werkstätten in Fleurier primär aufgrund ihrer hohen Präzision genutzt werden, stehen in Genf Flexibilität, Prozesssicherheit und die erzielbare Oberflächengüte im Vordergrund.
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