K 2013 Tepex-Endlosfaser-Verbundwerkstoff übertrifft Stahl und Aluminium
Tepex ist eine eingetragene Marke der Bond-Laminates GmbH. Unter diesem Markennamen vertreibt die in Brilon ansässige Tochtergesellschaft von Lanxess den besonderen, selbst hergestellten und mit diversen Endlosfasern verstärkten, plattenförmigen Verbundwerkstoff.
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Unter dem Markennamen Tepex vertreibt Lanxess ein mit Endlosfasern verstärktes, plattenförmiges Verbundmaterial auf Thermoplastbasis. Als Matrix dient laut Lanxess meist Polyamid; jedoch kämen auch Polypropylen, thermoplastisches Poylurethan oder Polyphenylensulfid in Frage. Tepex übertrifft laut Lanxess die Festigkeitseigenschaften von Stahl, Aluminium oder Magnesium. Der Werkstoff lasse sich außerdem in relativ kurzer Zykluszeit und sehr reproduzierbar zu Leichtbaukomponenten verarbeiten. Lanxess stellt den Werkstoff im Zuge des Messeauftritts auf der K-2013 vor.
Alle Verstärkungsfasern sind einsetzbar
Die in die Matrix eingebetteten Endlosfasern sind Gewebe etwa aus hochfesten Glas-, Aramid- oder Carbonfasern. Sie bestimmen maßgeblich die mechanischen Eigenschaften des Verbundes. Die Faserlänge entspricht in der Regel der Bauteillänge, was dem Bauteil in Faserrichtung eine sehr hohe Steifigkeit und Festigkeit verleiht, wie es heißt. Tepex hat eine Dichte von 1,4 bis 1,8 kg/dm3. Es ist daher bei vielen Anwendungen auch eine deutlich leichtere Alternative zu Stahl- oder Aluminiumblech. Die Materialfamilie bewähre sich bereits im Automobilbau, in der IT-Technologie und in Sport- und Elektronikanwendungen.
Zurzeit werden hauptsächlich balancierte oder kettstarke Gewebe als Verstärkung eingesetzt. Sie unterscheiden sich dadurch, wie die Fasern in Kett- und Schussrichtung aufgeteilt sind bzw. ob die Fasern gleichmäßig verteilt oder unidirektional ausgerichtet sind. Aktuell werden darüber hinaus Varianten von Tepex entwickelt, die auf alternativen textilen Halbzeugen basieren und eine belastungsgerechtere Auslegung der Bauteile ermöglichen.
„Unser Hochleistungsverbundwerkstoff hat daher besonders in der Großserienfertigung von Leichtbauteilen für verbrauchs- und emissionsarme Automobile große Chancen. Er lässt sich wirtschaftlich in kurzen Zykluszeiten mit sehr reproduzierbaren Prozessen zu dreidimensionalen Bauteilen verarbeiten. Das ist der entscheidende Unterschied zu anderen, mehrheitlich duroplastischen Faserverbundwerkstoffen mit endlosen Fasern“, betont Dr. Christian Obermann, Geschäftsführer bei Bond-Laminates.
Tepex-Herstellung – vollständig imprägniert und konsolidiert
Lange Zeit war es wegen der hohen Viskositäten der Thermoplastschmelzen ein großes Problem, die Fasern der textilen Halbzeuge mit Schmelze zu tränken, erkärt Lanxess. Diese Hürde habe Bond-Laminates bei seinem speziellen Pressverfahren mit einer Technologieinnovation überwunden. „Wir können heute auch große Verbundhalbzeuge vollständig imprägniert und konsolidiert in extrem konstanter Produktqualität großserientechnisch herstellen und kundenspezifisch optimieren“, so Obermann.
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