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ERP-System Unternehmensprozesse und Kennzahlen auf Knopfdruck

| Redakteur: Peter Steinmüller

Die Alme AG stellt in Kleinserie oder Einzelteilfertigung Präzisionsteile für den internationalen Markt her. CEO Christian Tännler führte die ERP-Lösung von Abas on-the-job in sein Unternehmen ein, passte sie an seine hohen Anforderungen an und reorganisierte die Prozesse. So hat er heute alle Unternehmensprozesse und Kennzahlen auf Knopfdruck parat.

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Die Alme AG ist international als Zulieferer für die Maschinenbau- und Automobilbranche tätig, meist in Form kundenindividueller Lösungen oder in Kleinserie. Demnächst sollen auch die Betriebsdaten digital an das neue ERP-System übermittelt werden. Bild: Alme AG
Die Alme AG ist international als Zulieferer für die Maschinenbau- und Automobilbranche tätig, meist in Form kundenindividueller Lösungen oder in Kleinserie. Demnächst sollen auch die Betriebsdaten digital an das neue ERP-System übermittelt werden. Bild: Alme AG
( Archiv: Vogel Business Media )

Einen Hang zur Perfektion, verbunden mit einer gewissen alpenländischen Sturheit sowie einer Prise Behäbigkeit spricht man den Schweizern gerne zu. So gesehen ist Christian Tännler kein ganz typischer Schweizer - Behäbigkeit und Geduld zählen mit Sicherheit nicht zu seinen Stärken: „Ich bin ein ungeduldiger Typ, mir geht vieles nicht schnell und perfekt genug“, beschreibt er sich selbst. Schnelligkeit und Perfektion zeichnen denn auch das Unternehmen aus, das Tännler als CEO führt: Die Alme AG ist international als Zulieferer für die Maschinenbau- und Automobilbranche tätig, meist in Form kundenindividueller Lösungen oder in Kleinserie. Daneben entwickeln und bauen die Thurgauer auch Maschinen für die Kantenbearbeitung und Kabelentmantelung.

„Unser Exportanteil liegt bei über 85 Prozent, und unsere Kunden sind häufig Technologieführer in ihrem Bereich, die die genaue Einhaltung von Terminen und höchste Qualität schätzen. Sie erhalten die Produkte von uns fertig montiert, geprüft und direkt zur weiteren Verwendung angeliefert“, schildert Christian Tännler die hohen Anforderungen.

Diese Strategie zieht: Das Unternehmen strebt mit 43 Mitarbeitern, davon acht Auszubildenden, in diesem Jahr einen Umsatz von rund 7 Mio. Euro an. Zum Kundenkreis zählen Unternehmen wie Hewlett-Packard, Nipson, BMW-Sauber oder die ETH Zürich. Das Fertigungsspektrum der kundenspezifischen Produkte reicht von Handtaschenhaltern an Tischen über Abflüsse für die Baumaschinenindustrie bis hin zu feinstmechanischen Produkten für Spektrometer und hochkomplexen 3D-Frästeilen. Gefertigt wird in allen metallischen Materialien in Losgrößen meist zwischen eins und einhundert. Ausnahme sind Druckerwalzen, die in einer Kleinserie von 30 Stück pro Woche produziert werden.

Hohe Wertschöpfung- komplexe Prozesse

Der Wertschöpfungsanteil ist dabei sehr hoch: inklusive Fremdleistungen werden nur rund 30% eingekauft. „Außer der Beschichtung machen wir alles im eigenen Haus: Fräsen, Drehen, Schleifen, Härten und Brünieren. Dadurch kontrollieren wir die Qualität nicht, wir bauen sie“, beschreibt Perfektionist Tännler sein Leitmotto.

Im Jahr 2006 hatte der gelernte Feinwerktechniker das Unternehmen gemeinsam mit zwei Investoren übernommen. Um die hohen Qualitätsansprüche erfüllen zu können, wurde seitdem der Maschinenpark systematisch modernisiert und pro Jahr wurden rund 500 000 Euro in High-Tech-Werkzeugmaschinen investiert: Unter anderem eine Deckel Maho 80 FD Fräsmaschine, ein Kitamura Mycenter Bearbeitungszentrum, eine Doosan MX 2000 Drehmaschine sowie mehrere Mikron Fräsmaschinen lassen den Platz in der Fertigungshalle eng werden.

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