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Die Effizienz der Anlagen ist laut MItteilung beeindruckend: Neben dem sparsamen Energieverbrauch – ein 40-Fuß-Container verbrauche 10 kWh – spreche die Volumen- und Gewichtsersparnis des getrockneten Guts für sich. Bei einer Biogasanlage mit einer jährlichen Produktionsleistung von 500 kW würden 10.000 bis 12.000 t Gärreste pro Jahr anfallen. Der 40-Fuß-Kompaktbandtrockner für eine 500 kW-Anlage entziehe Gärresten zwei Drittel ihres Wassergehalts und senke ihr Gewicht von 600 kg auf 190 kg innerhalb einer Stunde.
Patentiertes Prozessband trägt zur Effizienz bei
Maßgeblichen Anteil an dieser hohen Effizienz habe das umlaufende, patentierte Prozessband vom Typ Conducto 5065 der GKD – Gebr. Kufferath AG. Die besondere Gewebekonstruktion mache das Trocknerband aus Kunststoffgewebe trotz geringer Maschenöffnung hoch luftdurchlässig. Dennoch halte es Staub und Feinpartikel sicher zurück.
In Laufrichtung eingewebte Bronzedrähte verhinderten elektrostatische Aufladung. Die robuste Konstruktion sei leicht zu reinigen, bis 120 °C temperaturbeständig, zug- und abriebfest, querstabil und laufgenau. In den 40-Fuß-Containern von New-Eco-Tec kommen je Trockner ein oder zwei 2,30 m breite und 24 m lange Bänder aus Conducto-Gewebe zum Einsatz.
Christian Wenner gründete 2008 die New-Eco-Tec Verfahrenstechnik GmbH, wie GKD berichtet. Zuvor hatte er nach dem Studium von Maschinenbau und Verfahrenstechnik an der TU München in leitender Funktion bei verschiedenen Maschinen- und Anlagenbauern in den Bereichen Trockner, Biogasanlagen und Gärresteaufbereitung gearbeitet.
Container als Basis für Gärrestetrockner wurden zum Renner
Seine Geschäftsidee, Gärreste in standardisierten Seecontainern auf Bandtrocknern zu trocknen, habe sich als echte Marktlücke erwiesen. Zusammen mit dem Vertriebsprofi und Mitgesellschafter Martin Bickel wurden direkt vom Zeichenbrett aus die ersten beiden Anlagen verkauft.
Ein Energiewirt aus den neuen Bundesländern entschied sich für einen 40-Fuß-Container zur Gärrestetrocknung. Kaum war die Anlage in Betrieb, erkannten die Nachbarn deren Potenzial und ließen auch ihr Erntegut wie Raps, Leinsamen, Grassamen, Getreide und Maiskörner zur Erhöhung der Lagerfähigkeit trocknen. Zeitgleich nahm der erste Doppelbandtrockner in Niedersachsen seine Arbeit auf.
Der Erfolg hielt an, so dass die angemieteten Räumlichkeiten im Gründerzentrum Töging bei München bald schon zu klein wurden. Bereits zwei Jahre nach Gründung fiel deshalb die Entscheidung zum Bau eines eigenen Werks im oberbayerischen Mühldorf am Inn. Im Oktober 2011 nahm das inzwischen auf 35 Mitarbeiter angewachsene Unternehmen seinen Betrieb am neuen Standort auf, wo nun Entwicklung, Produktion und Verwaltung unter einem Dach gebündelt sind.
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