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Deutsche Automobilwirtschaft gibt wieder Vollgas

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BMW-Chef Reithofer sieht fundamental neue Rahmenbedingungen

Obwohl im globalen Kontext auch künftig mit kräftigen Wachstumsimpulsen zu rechnen ist, geht BMW-Chef Dr. Norbert Reithofer sowohl für Automobilhersteller und die Handelsebene vor allem in Deutschland und Westeuropa von „fundamental neuen Rahmenbedingungen aus, denn Absatzrekorde wird es hier nicht mehr geben.“

Wie sein Vorredner, der Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), Robert Rademacher, kommt Dr. Reithofer zu dem Schluss, dass insgesamt enormer Handlungsbedarf bei Herstellern, Zulieferern und Händlern gleichermaßen existiere, „denn es wird nicht wie bisher nur eine homogene Zukunft geben.“

Mega-Cities – Herausforderung für die Automobilwirtschaft

Der BMW-Vorstandsvorsitzende verwies aber auch im globalen Kontext auf Anforderungen an künftige Mobilitätskonzepte. Gerade in Mega-Cities wie in Tokio oder Shanghai stoße die Verkehrsdichte heute schon an ihre Grenzen. Elektromobilität sei einer der Lösungsansätze. Für Reithofer passen dabei Elektromobilität und Freude am Fahren – entgegen der Befürchtungen vieler BMW-Fahrer – gut zueinander.

Der BMW-Chef will mit dem Megacity-Vehicle „nicht nur ein umweltfreundliches Automobil schaffen, sondern es auch umweltfreundlich produzieren: Nachhaltiges Handeln ist die Rendite für die Zukunft.“ Dazu wurde im Werk Leipzig bereits eine völlig neue Fertigung eingerichtet.

Absatzniveau von 2007 noch nicht erreicht

Wie die von Professor Diez so fiel auch die Absatzprognose von Volkswagen-Vorstand Christian Klingler für den deutschen Markt im Jahr 2011 wesentlich zuversichtlicher aus als noch zu Jahresbeginn 2011: „Der deutsche Markt kommt 2010 besser raus als gedacht.“ Dennoch ließ sich der Vertriebsvorstand keine konkrete Neuzulassungsprognose für das nächste Jahr entlocken.

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