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Quartalsmitteilung

DMG Mori liegt mit 1.857,7 Mio € um 12 % über dem Vorjahresumsatz

| Redakteur: Mag. Victoria Sonnenberg

Die DMG Mori AG blickt auf einen erfolgreichen Geschäftsverlauf in den ersten neun Monaten mit hohen Wachstumsraten bei Auftragseingang, Umsatz, Ergebnis und Free Cashflow. Der Auftragseingang stieg um 9 % auf 2.270,6 Mio. Euro.

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Jedes Jahr Full-House auf der Hausausstellung in Pfronten.
Jedes Jahr Full-House auf der Hausausstellung in Pfronten.
(Bild: Sonnenberg)

Vorstandsvorsitzender Christian Thönes: „DMG Mori ist auf Kurs. Wir treiben unsere Zukunftsfelder Automatisierung, Digitalisierung und additive Manufacturing aktiv voran. So haben wir vor Kurzem unser Produktionswerk Famot in Polen erweitert und durchgängig digitalisiert.“

Der Auftragseingang belief sich im dritten Quartal 2018 auf 693,5 Mio. Euro (Vorjahr: 704,4 Mio. Euro). Zum 30. September stieg der Auftragseingang um 9 % auf 2.270,6 Mio. Euro (Vorjahr: 2.088,6 Mio. Euro). Die Aufträge aus dem Inland lagen bei 681,9 Mio. Euro (+ 7%; Vorjahr: 639,3 Mio. Euro). Die Auslandsbestellungen nahmen um 10 % auf 1.588,7 Mio. Euro zu (Vorjahr: 1.449,3 Mio.. Euro). Der Auslandsanteil betrug 70 % (Vorjahr: 69 %).

Der Umsatz erhöhte sich im dritten Quartal um 17 % auf 642,6 Mio.. Euro (Vorjahr: 548,2 Mio. Euro). Zum 30. September nahm der Umsatz um 12 % auf 1.857,7 Mio. Euro zu (Vorjahr: 1.656,2 Mio. Euro). Die Exportquote betrug wie im Vorjahr 69 %.

Auftragsbestand und Auslastung führen aktuell zu längeren Lieferzeiten

Am 30. September 2018 betrug der Auftragsbestand 1.705,8 Mio. Euro (31.12.2017: 1.309,1 Mio. Euro). Durch den hohen Auftragsbestand und die sehr hohe Auslastung in den Produktionswerken bestehen aktuell längere Lieferzeiten. Mit verstärkter Flexibilität und stabilen Geschäftsbeziehungen zu unseren Partnern und Lieferanten steuern wir dieser Entwicklung weiter entgegen. Zudem investieren wir weiter in den Ausbau unserer Produktionskapazitäten in Polen und Pfronten mit neuen Montage- und Logistikflächen sowie hochmodernen Technologie- und Solution-Centern.

Die Ertragslage entwickelte sich weiter positiv. Im dritten Quartal erreichte das Ebitda 63,7 Mio. Euro (Vorjahr: 55,5 Mio. Euro). Das Ebit belief sich auf 50,1 Mio. Euro (Vorjahr: 41,6 Mio. Euro) und das EBT stieg auf 49,4 Mio. Euro (Vorjahr: 41,2 Mio. Euro). Das EAT betrug 34,6 Mio. Euro (Vorjahr: 28,5 Mio. Euro). Zum 30. September verbesserte sich das EbitDA auf 184,2 Mio. Euro (+13%; Vorjahr: 162,8 Mio. Euro). Das Ebit erhöhte sich um 20% auf 143,1 Mio. Euro (Vorjahr: 119,2 Mio. Euro). Das EBT stieg um 22% auf 141,7 Mio. Euro (Vorjahr: 116,4 Mio. Euro). Der Konzern weist zum 30. September 2018 ein EAT von 99,3 Mio. Euro aus (Vorjahr: 80,5 Mio. Euro).

Neben der guten Ertragslage hat sich auch die Finanzlage positiv entwickelt: Der Free Cashflow verbesserte sich um 79,9 Mio. Euro auf 115,5 Mio. Euro (+ 224%; Vorjahr: 35,6 Mio. Euro). Insbesondere die Erhöhung der erhaltenen Anzahlungen auf 369,7 Mio. Euro führte zu der Verbesserung des Cashflows (31.12.2017: 290,2 Mio. Euro). Die Bilanzsumme belief sich zum 30. September 2018 auf 2.381,1 Mio. Euro (31.12.2017: 2.241,3 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote betrug 52,4 % (31.12.2017: 52,0 %).

Personalaufbau insbesondere im Servicebereich

Am 30. September 2018 waren 7479 Mitarbeiter, davon 412 Auszubildende, im Konzern beschäftigt (31.12.2017: 7101). Der Personalaufbau erfolgte insbesondere bei den Service-Mitarbeitern im In- und Ausland. Zudem haben wir unsere Produktionskapazitäten bei Famot sowie unsere strategischen Zukunftsfelder − vor allem die Bereiche Automatisierung, Digitalisierung und additive Manufacturing − personell gestärkt. Zum Ende des dritten Quartals arbeiteten 4.441 Mitarbeiter (59 %) bei unseren inländischen und 3.038 Mitarbeiter (41%) bei den ausländischen Gesellschaften. Der Personalaufwand belief sich auf 434,8 Mio. Euro (Vorjahr: 402,5 Mio. Euro). Die Personalquote verbesserte sich auf 22,4 % (Vorjahr: 23,8 %).

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen in den ersten neun Monaten 42,4 Mio. Euro (Vorjahr: 37,5 Mio. Euro). Auf der AMB in Stuttgart wurden 32 Maschinen präsentiert, davon 13 mit Automatisierung. Hochpräzise additive Fertigung wurde mit der Lasertec 30 SLM 2nd generation gezeigt. Neben dem additive Manufacturing und der Automatisierung war ein weiteres Highlight die durchgängige Digitalisierung – „Integrated Digitization“ – von der Planung und Arbeitsvorbereitung über die Produktion bis zu Monitoring und Service.

Im Produktionswerk Famot haben wir erstmalig die gesamte Wertschöpfungskette mit unseren modularen Produkten von Istos, der DMG Mori Software Solutions und Werkbliq durchgängig digitalisiert und zum Grand Opening am 8. Oktober dem Fachpublikum vorgestellt. Mit dieser digitalen Fabrik der Zukunft setzt DMG Mori weltweit Standards.

Der weltweite Markt für Werkzeugmaschinen soll im Jahr 2018 laut jüngster Prognose des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) und des britischen Wirtschaftsforschungsinstituts Oxford Economics um + 8,5 % auf 77,2 Mrd Euro wachsen (April-Prognose: + 5,9 %). Dabei bleiben sowohl Währungseffekte als auch mögliche Auswirkungen der geopolitischen Unsicherheiten, wie der Handelskonflikt zwischen den USA und China oder die aktuelle Schuldensituation in Italien, unberücksichtigt. Bereinigt um Währungseffekte liegt die Prognose auf Euro-Basis bei + 5,2 % (74,8 Mrd Euro) und zeigt damit erste Tendenzen einer abnehmenden Dynamik (April-Prognose: + 6,1 %).

DMG Mori hebt aufgrund der guten Entwicklung des Auftragseingangs in den ersten neun Monaten das Ziel für den Auftragseingang im Gesamtjahr an: Der Auftragseingang soll nun rund 2,9 Mrd Euro erreichen (zuvor: rund 2,7 Mrd Euro). Beim Umsatz rechnet das Unternehmen unverändert mit rund 2,55 Mrd Euro. Das Ebit soll rund 200 Mio. Euro betragen. Beim Free Cashflow gehen wir im Gesamtjahr von rund 125 Mio. Euro aus.

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