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Materialfluss

Erste Lithium-Ionen-Stapler kommen im September

| Redakteur: Bernd Maienschein

Linde Material Handling, Europas größter Hersteller von Flurförderzeugen, forscht und entwickelt in puncto „alternative Antriebe“ – erste Lagertechnikgeräte mit der Lithium- Ionen-Technik sind am Start. Auf der „World of Material Handling“ sprachen wir mit Harald Will, seit 1. Januar 2014 Chief Technology Officer der Aschaffenburger.

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„Gerade ist das Thema Lithium-Ionen-Batterietechnik in aller Munde, hauptsächlich im Automobilbereich.“
„Gerade ist das Thema Lithium-Ionen-Batterietechnik in aller Munde, hauptsächlich im Automobilbereich.“
(Bild: Linde)

Herr Will, für Linde Material Handling bedeutet das Jahr 2014 so etwas wie einen Paradigmenwechsel. Ihr Arbeitgeber hat sich dazu entschlossen, dieses Jahr nicht an der Cemat teilzunehmen, und stattdessen die „World of Material Handling“ auf dem Mainzer Messegelände ins Leben gerufen. Versprechen Sie sich davon eine bessere Kundenansprache?

Will: Ja natürlich, sonst würden wir das nicht machen. Mit dieser Veranstaltung stellen wir die Kundenorientierung in den Vordergrund, das hat für uns Priorität. Wir geben unseren Kunden die Möglichkeit, unsere eigenen Geräte, aber auch Wettbewerbsprodukte zu fahren und zu erleben. So können wir individueller und zielgerichteter auf die Kunden zugehen. Es gibt aber noch einen Nebenaspekt, und das ist der neue Rhythmus der Messe in Hannover ...

Sie meinen das Switchen der Cemat auf den Zweijahresturnus?

Will: Wir befürworten den Dreijahresturnus. Und zwar deshalb, weil die Entwicklungs- zyklen von Flurförderzeugen nicht bei zwei, sondern eher bei drei Jahren liegen. Erst dann können wir mit neuen Produkten zu Messen oder Veranstaltungen kommen.

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Dann sind Sie der Meinung, dass dieses Zurückgehen vom Dreijahres- auf den Zweijahresturnus nicht so sehr Stapler-, sondern eher Software-getrieben ist?

Will: Was da genau die Treiber sind, vermag ich nicht zu sagen. Der Rhythmus der Messe allein war, wie gesagt, für uns auch nicht ausschlaggebend. Vielmehr können wir uns hier in Mainz auf der World of Material Handling ganz anders als in Hannover präsentieren. Das fängt an bei viel umfangreicheren Live-Präsentationen unserer Produkte. Und geht bis zum tatsächlichen Fahren der Fahrzeuge – auf einer Messe dürfen Sie die Fahrzeuge ja nicht bewegen. Und hier können wir auch unser komplettes Leistungsspektrum vorführen – Beispiel E-Karts, die mit Serienkomponenten unserer Stapler ausgerüstet sind.

Sie dürfen sie nicht bewegen, damit meinen Sie wahrscheinlich sicherheitstechnische Gründe?

Will: Ja genau. Was aber nicht heißt, dass wir hier in Mainz darauf keinen Wert legen. Sicherheitsschuhe und Staplerschein sind Pflicht und es sind Fahrlehrer dabei.

Herr Will, Sie sind Chief Technology Officer und als solcher für die technische Weiterentwicklung bei Linde Material Handling verantwortlich. Ist bei Diesel-, Gas- und Elektrostaplern schon alles gesagt oder setzen Sie auch bei Staplern auf alternative Energien beziehungsweise Hybridmodelle?

Will: Auf unserer Kundenveranstaltung ist zu sehen, dass wir auch andere Technologien anbieten. Gerade ist das Thema Lithium-Ionen-Batterietechnik in aller Munde, hauptsächlich im Automobilbereich. Und auch wir setzen auf diese Technologie. Wir werden erste Lagertechnikfahrzeuge ab September 2014 auf den Markt bringen.

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