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Krauss-Maffei auf der Fakuma 2018 Vollelektrisch simultan im Doppelpack spritzen, dekorieren und labeln

| Redakteur: Peter Königsreuther

Zwei Schwerpunkte beim Fakuma-Auftritt von Krauss-Maffei betreffen das IMD und IML inklusive Folienvorschubsystem in einer elektrischen Spritzgießmaschine, die frisch aus der Entwicklung kommt sowie den Mikrospritzguss von filigranen Silikondichtungen. Die Hauptrollen spielten Anlagen der PX-Serie. Halle A7 am Stand 7303.

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Zur Fakuma demonstriert Krauss-Maffei unter anderem das automatisierte IMD (In Mould Decoration) und IML (In Mould Labelling) in Halle A7 am Stand 7303. Gegenstand der Präsentation ist dieses HMI-Display (Human Machine Interface), das aus einer IML-Elektrofolie sowie einer IMD-Dekorfolie besteht und mit einer neuen elektrischen Spritzgießmaschine des Typs PX 320 gefertigt wird.
Zur Fakuma demonstriert Krauss-Maffei unter anderem das automatisierte IMD (In Mould Decoration) und IML (In Mould Labelling) in Halle A7 am Stand 7303. Gegenstand der Präsentation ist dieses HMI-Display (Human Machine Interface), das aus einer IML-Elektrofolie sowie einer IMD-Dekorfolie besteht und mit einer neuen elektrischen Spritzgießmaschine des Typs PX 320 gefertigt wird.
(Bild: Krauss-Maffei)

Der Markt für vollelektrische Spritzgießmaschinen entwickelt sich sehr positiv, heißt es. „Speziell in Europa und den USA ist das der Fall. Verarbeiter schätzen die hohe Präzision und Dynamik bei gleichzeitig geringem Energieverbrauch. Mit der neuen PX-Baureihe hat Krauss-Maffei in Präzision und Flexibilität bei den elektrischen Spritzgießmaschinen neue Marken gesetzt", so Dr. Hans Ulrich Golz, President des Segments Spritzgießtechnik der Krauss-Maffei-Gruppe. Rahmendekor und elektronische Ausstattung in einem Prozessschritt implementieren, und in der Nachbarkavität noch ein Bauteil mit einem Dead-Front-Design versehen – das ist die Kurzfassung des ersten Geschehens, das mit einer elektrischen Spritzgießmaschine des Typs PX 320 von Krauss-Maffei dafür sorgt, dass ein HMI-Display quasi fix und fertig aus der Maschinen fällt, wie es heißt.

Zwei unterschiedliche Dekorfolien per Mehrkavitätenwerkzeug präzise verarbeiten

Genauer gesagt, entstehe bei der neuen PX 320 in einem Produktionsschritt ein komplettes, 10"-großes HMI-Display (Human Machine Interface) mit integrierter Elektronik, schwarzem Dekorrahmen und Kratzfestbeschichtung. Dafür legt ein 6-Achs-Roboter auf der Düsenseite die IML-Folie mit aufgedruckten Leiterbahnen ein, beschreibt der Aussteller. Zusätzlich läuft auf der Auswerferseite eine IMD-Folie mit Einzelbilddekor durchs Werkzeug und überträgt ihr Lackpaket mit Designschicht und UV-härtendem „Top Coat“ auf das Bauteil, wie es weiter heißt.

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Außer der IMD-Folie für das HMI-Display laufe noch eine weitere durchs Werkzeug und bereite dabei eine zweite Kavität mit einem anderen Dekor vor. Letztere wird durch den Folienvorschub IMD SI DUO von Leonhard Kurz möglich, der, wie Krauss-Maffei weiter erklärt, weltweit als erster zwei Einzelbilddekore unabhängig voneinander auf Hundertstelmillimeter positionieren kann und deshalb auch zum Patent angemeldet ist. „Anwender profitieren von den Mehrkavitätenwerkzeugen und können damit ihren Output und ihre Flexibilität in der Produktion steigern", ergänzt Golz. Das zweite Dekor sorge für eine ansprechende eine Dead-Front-Optik, die erst bei Hinterleuchtung zum Leben erwache und dann beispielsweise Bediensymbole erkennen ließe.

HMI-Displayfertigungszelle inklusive Reinraumtechnik

Ebenso wie der IMD SI DUO ist auch der weitere Prozess komplett in die sehr kompakte Fertigungszelle integriert, wie Krauss-Maffei anmerkt. Auf dem integrierten Förderband übernehmen außerdem UV-Strahler die Aushärtung der Kratzfestschicht (diese Funktion wird auf der Fakuma aufgrund von Sicherheitsbestimmungen aber deaktiviert sein). Danach folgt laut Beschreibung eine Laserstation, die zunächst Flakes und Flitter entfernt und danach den Anguss abtrennt und diesen einer Abfallbox zuführt. Industrieroboter mit durchdachter Greifertechnologie operieren hierfür auf engstem Raum und machen die Sache produktiver, heißt es. Eine Reinraumhaube von Max Petek Reinraumtechnik, die oberhalb der Schließe angebracht ist, stellt den technischen Reinraum sicher und gewährleistet den staubfreien Werkzeugraum, um Einschlüsse zu vermeiden, die die Bauteile unbrauchbar machen würden.

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Die elektrische PX 320 bringt durch ihre mobile Ausführung noch einen weiteren Pluspunkt. Denn so könne sie mittels mechanischer Fixierungspunkte schnell an weitere Anlagen angedockt werden. Das erhöht die Flexibilität in der Fertigung, weil die Anlagen einfach für Bauteile mit oder ohne IMD-Technologie betrieben werden können, wie Krauss-Maffei betont.

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